mit silikon die badewanne abdichten

Nasszelle abdichten - eine Vorkehrung, um Schäden an der Bausubstanz durch Feuchtigkeit zu verhindern

In einer Nasszelle wie beispielsweise dem Badezimmer und der Dusche ist es essenziell, dass die Wände und der Boden sorgfältig gegen Spritzwasser abgedichtet werden. Ohne eine entsprechende Abdichtung kann Feuchtigkeit und Wasser in Wand- und Bodenflächen eindringen und dort schleichend zu Wasserschäden und Schimmelbildung führen. Fliesen sind zwar mittels Verfugung wasserdicht, doch besonders in Duschen kann der dauerhafte Kontakt mit Putzmitteln und Spritzwasser die Fugen verschleißen.

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Nasszelle abdichten und Wasserschäden vorbeugen

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie eine Dusche abdichten, was an den angrenzenden Wänden idealerweise bis zu 30 Zentimeter über dem Brausekopf und bei Badewannen bis zu 20 Zentimeter über dem Wasserzulauf nötig ist. Dafür nutzen Sie beispielsweise streichfähige Abdichtungen, welche Sie unmittelbar auf dem Putz, Beton oder ähnlichen Untergründen im Boden- und Wandbereich auftragen können. Egal, ob Sie nun das komplette Badezimmer abdichten, nur Ihre Dusche abdichten, Ihren WC-Bereich versiegeln oder eine andere Nasszelle abdichten wollen, wird stets nach gleicher Methode gearbeitet. Boden-/Wandbeläge oder Fliesen verlegen Sie danach direkt auf dem Abdichtungsmedium. Der Abdichtungsanstrich wird zur dauerhaften Abdichtung von Eckfugen, Abläufen und Rohr-Durchführungen sowie Badewannen-/Duschtassen-Übergängen und weiteren Anschlüsse durch ein Abdichtungsband ergänzt, welches aus wasserdichtem Gewebe bestehen muss.

Die Nasszelle abdichten - 5 Arbeitsschritte 

1. Den Untergrund im Badezimmer oder auch Küche vorbereiten

Bevor Sie eine Nasszelle abdichten, sind sämtliche Unebenheiten und eventuelle Löcher in Boden und Wänden zu ebnen beziehungsweise auszugleichen. Dafür nutzen Sie entweder Fliesenkleber oder einen speziellen Reparatur-Mörtel. Ist der Füllstoff getrocknet, reinigen Sie Wände und Boden gründlich. Staub und Schmutz wird mithilfe des Staubsaugers aufgenommen. Trennende Substanzen wie unter anderem Fette oder Öle lassen sich in Bad und Dusche mit geeigneten Reinigungsmitteln entfernen.

Hinweis: Ist der Untergrund sehr saugfähig, grundieren Sie diesen mit einem Lösemittel-freiem Tiefengrund.

2. Flächen im Badezimmer abdichten

Ist die Grundierung komplett getrocknet, tragen Sie einen ersten Anstrich der Abdichtung auf.  Dabei werden erst die Ecken mittels Pinsel sorgfältig eingestrichen.  Danach folgen die Wand- und Bodenflächen, entweder im Streich- oder Rollverfahren.

3. Mit Dichtband die Nasszelle abdichten

Das Dichtungsband wird in den frisch gestrichenen Eckfugen und in den Übergängen der Badewannen und Duschtassen umgehend eingeklebt.  Der Abdichtungsanstrich soll dafür noch feucht sein. Danach wird das passend zugeschnittene Band sorgfältig in Position gebracht.

Hinweis: Das Dichtungsband lässt sich beispielsweise mithilfe eines kleineren Kantholzes oder eines Zollstocks punktgenau anbringen.

4. Anschlüsse, Rohr-Durchführung und Abläufe im Badezimmer abdichten

Das Abdichtband dient auch dazu, um sämtliche Wasseranschlüsse, Rohrdurchführungen sowie die Abläufe zu versiegeln. Alternativ können Sie jedoch auch aus Dichtband eine passgenaue Manschette zuschneiden. Erfolgt die Badezimmer abdichten auf diese sorgfältige Art, sind Übergänge, Eckfugen und Anschlüsse vorerst versiegelt. Um eine zuverlässige Wasserdichtigkeit zu erlangen, ist ein weiterer Anstrich von Manschetten und Dichtungsband erforderlich. Abschließend wird der Erstanstrich auf dem Fußboden vorgenommen.

5. Die Nasszelle abdichten – Folgearbeiten

So gehen Sie vor: Um eine effektive Versiegelung zu erreichen, muss der erste Anstrich mit dem Abdichtungsmedium normalerweise ungefähr 2 Stunden durchtrocknen. Erst nach gänzlicher Durchtrocknung des zweiten Anstrichs können Sie beispielsweise Fliesen oder Ihren gewünschten Wandbelag aufbringen. Dieser Arbeitsgang sollte jedoch am Tag nach der kompletten Trocknung durchgeführt werden. Fliesen werden idealerweise im Dünnbett-Verfahren, mittels Wasser-abweisendem Mörtel und ebensolcher Fugenmasse unmittelbar auf dem Dichtungsanstrich verlegt. Eine zusätzliche Grundierung wird nicht mehr benötigt Bewegungs-, Eck- und Anschlussfugen müssen abschließend mit Silikon verschlossen werden. Dafür wird üblicherweise eine Kartusche verwendet, mit der das Silikon einfach rundum die sanitären Installationen und innerhalb der vorgesehenen Dehnungsfugen aufgetragen wird. - Überschüssiges Silikon können Sie mithilfe eines Fugenglätters und Seifenwasser entfernen. Die Badewannen und Duschen sollten erst nach mindestens 12 Stunden Ruhezeit wieder genutzt werden.

Expertentipp!

Um das Badezimmer abzudichten ist es besonders wichtig, dass die verwendeten Abdichtungen mit einem speziellen Sanitär-Silikon ausgeführt werden. Diese Produkte beinhalten Pilz-hemmende Wirkstoffe, die dabei helfen Schimmelbildung zu vermeiden.

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FAQs Kemmler – Nasszelle abdichten

Warum ist eine Versiegelung beziehungsweise Badezimmer abdichten äußerst sinnvoll?

Eine professionell ausgeführte Versiegelung von Feuchträumen beziehungsweise die Dusche abdichten sollte einerseits generell aus Eigeninteresse der Wohnungs- und Hauseigentümer durchgeführt werden. Andererseits gilt seit einigen Jahre die DIN 18534, welche bestimmte Regelungen für Badezimmer abdichten detailliert vorschreibt. Die Umsetzung erfordert daher viel Sachkenntnis, sodass es meistens sinnvoll ist diese Arbeit an einen Fachbetrieb zu delegieren.

Was muss zur Nasszelle abdichten unbedingt beachtet werden?

Die Ausführung aller Arbeitsschritte muss sehr sorgfältig erfolgen. Die Angaben der Hersteller zu den einzelnen Dichtungs-Produkten zum Aufbringen des Dichtungs-Mediums sowie zu den Trocknungszeiten müssen besonders beachtet werden. Eine Boden-gleiche Nasszelle abdichten wie beispielsweise einer Dusche erfordert mehr Arbeitsaufwand, als bei Duschwannen/Duschtassen. Zudem ist eine geschickte Planung der Gestaltung im Rahmen der Nasszelle abdichten wichtig, da beispielsweise kleine Fliesen, die mit vielen Fugen zu versiegeln sind, wesentlich mehr Arbeitsaufwand erfordern.

Warum ist ein professioneller Betrieb empfehlenswert? 

Die gesamte Abdichtung von Nasszellen oder auch nur die Ausfugung von Badewannen, Dusche oder anderen Installationen mithilfe von Silikon bedarf stets einer gewissen Erfahrung. Nur so kann eine hundertprozentige Wasserdichtigkeit (Versicherungsschutz) erreicht werden. Bleiben selbst winzige Lücken offen, zieht dort Feuchtigkeit und Wasser hindurch und dringen hinter Installationen und Fliesen ein. Letztendlich bildet sich Schimmel und später entstehen eventuell auch kostenintensive Bauschäden.

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