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Expertentipps: Decke abhängen

Befindet sich Ihre Zimmerdecke in der luftigen Höhe von 2,50 Meter oder mehr, brauchen Sie viel Energie fürs Heizen, da warme Luft nach oben steigt. Hängen Sie die Decke dagegen ab, sinkt der Bedarf an Heizenergie, besonders dann, wenn Sie zusätzlich dämmen. Wenn Sie Ihre Decke abhängen, können Sie darunter aber auch Unebenheiten, Löcher, Einbaustrahler oder andere Installationen unterbringen. Hier erfahren Sie, wie Sie vorgehen müssen, wenn Sie Ihre Decke abhängen wollen.

Die Vorbereitungen: Das wird gebraucht

Grundsätzlich sollten Sie zunächst einen Blick nach oben an die Zimmerdecke werfen und prüfen, aus welchem Material sie besteht. Auch wenn Sie nur Gipskartonplatten als Unterdecke anbringen wollen, haben diese ein entsprechendes Gewicht. Bei Zimmerdecken aus Beton oder Ziegeln ist die Tragfähigkeit kein Problem. Hat die Decke dagegen Holzbalken, sollten Sie zunächst herausfinden, wo sich diese befinden. Nur dann finden Sie den richtigen Halt für die abgehängte Decke. Vor dem eigentlichen Beginn sämtlicher Arbeiten sollten Sie allerdings sämlichte Möbel aus dem Raum räumen, da Sie genügend Platz für Leitern oder ein kleines Gerüst benötigen.

Mit Profilschienen für den Trockenbau

Wollen Sie eine Decke abhängen, sind Profilschienen aus dem Trockenbau eine häufig verwendete Lösung. Die Decke wird bei der Verwendung der CD- und UD-Schienen völlig eben, sämtliche benötigten Materialien erhalten Sie im Fachhandel. Sie können aber auch die Decke abhängen und die Rigips-Platten an einer Konstruktion aus Holzlatten befestigen. Werden jedoch bei der Holzkonstruktion die Platten mit Holzlatten tiefer angebracht, hängen sie nach einer Weile oft durch. Für die abgehängte Decke selbst können sowohl Platten aus Gipskarton als auch Deckenpaneele aus Holz oder Kunststoff verwendet werden.

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Die ersten Arbeiten

Sie haben sich für Profilschienen entschieden? Dann legen Sie zunächst die Höhe fest, in der Sie die Decke abhängen wollen und montieren dort die UD-Profile mit Nageldübeln. Dafür bohren Sie durch Blech und Mauerwerk gleichzeitig ein Loch und schlagen den Dübel mit dem Hammer ein. Mit Winkelschleifer oder Blechschere bringen Sie die Profile auf die passende Länge. Damit Ihre neue Decke wirklich gerade wird, sollten Sie die künftige Deckenhöhe entweder mit einer Wasserwaage an den Wänden markieren oder einen Laser mit Stativ benutzen. Falls Sie kein Stativ haben, positionieren Sie Ihren Laser so hoch wie möglich und messen die fehlende Höhe mit dem Zollstock aus.

Die Unterkonstruktion einbauen

Sie wollen Lautsprecher, Einbauleuchten oder andere Installationen montieren? Markieren Sie die gewünschten Stellen: Hier darf kein CD-Profil verlaufen. Diese Profile werden an den UD-Profilen befestigt und tragen später die Deckenpaneele oder Gipskartonplatten. Zunächst wird das benötigte Raster an der Zimmerdecke angezeichnet. An diesen Linien werden die Ankerschnellabhänger befestigt. Da sich diese leicht in der Höhe verstellen lassen, können Sie ganz genau Ihre Decke abhängen. Sie haben eine Decke aus Beton oder Ziegeln? Bohren Sie die benötigten Löcher einfach mit der Schlagbohrmaschine. Bei einer Holzdecke brauchen Sie die exakte Lage der Balken: Nur diese sind stabil genug für die Schnellabhänger. Sind sämtliche Löcher in der Decke, können die Schnellabhänger mithilfe des Akkuschraubers montiert werden. An diesen werden schließlich die CD-Profile angebracht. Die untere Lage der Profile sollten so angeordnet sein, dass Sie später die Gipskartonplatten dazu quer befestigen können. Dann schneiden Sie die CD-Profile zu und achten darauf, dass Zimmer auch in der Breite variieren können. Hat das Profil die passende Länge, wird es in die seitlichen UD-Profile eingeschoben. Gleichzeitig können Sie die Schnellabhänger an der Decke befestigen. Anschließend schieben Sie die untere Lage der CD-Profile über Kreuz in die UD-Profile. Kreuzschnellverbinder sichern die Verbindungspunkte. Anschließend justieren Sie alles mithilfe des Lasers.

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Die Montage der Decke

Ist die Unterkonstruktion fertig, sollten Sie zuerst sämtliche Installationen und Elektrokabel verlegen. Dann verschwinden sie, wenn Sie die Decke abhängen. Wählen Sie Gipskartonplatten mit mindestens 12,5 mm Stärke. Nur dann sind diese dick genug und hängen später nicht durch. Allerdings sind diese leider auch schwer. Sie sollten wenigstens einen Helfer haben, wenn Sie die Decke abhängen, immerhin müssen Sie für eine ganze Zeit über Kopf arbeiten. Falls Ihnen ein Trockenbauer einen Plattenheber leiht, können Sie die Gipskartonplatten einfacher nach oben befördern. Dier erste Platte wird in einer Ecke montiert, anschließend schrauben Sie eine Platte nach der anderen an die CD-Profile. Mit einem Cuttermesser können Sie Rigips zwar recht einfach zuschneiden, es gibt jedoch auch spezielle Handsägen oder Schneidemaschinen. Denken Sie daran, dass Sie jede Kante anschrägen, damit Sie diese anschließend aus fugen und spachteln können.

Die Feinarbeiten

Sind sämtliche Platten an der Decke montiert, sind Sie noch lange nicht fertig mit dem Abhängen der Decken. Jetzt müssen Sie jede einzelne Fuge zwischen den Rigipsplatten spachteln und schleifen. Spachtelmasse für Trockenbau ist dafür besser geeignet als Gips, weil diese nicht so schnell aushärtet. Spachteln Sie zunächst alle Fugen und warten ab, bis die Masse hart ist. Am nächsten Tag werden die Fugen abgeschliffen. Sie können dazu einen Schleifklotz mit Sandpapier umwickeln und mit der Hand schleifen, Sie können aber auch einen Schwing- oder Tellerschleifer verwenden. Entfernen Sie nach dem Schleifen den Staub und füllen Sie sämtliche noch vorhandenen Lücken mit Feinspachtel. Aushärten lassen und wieder abschleifen. 

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Fazit

Wenn Sie Ihre Decke abhängen wollen, haben sie ein ganzes Stück Arbeit vor sich: Erst müssen Sie die Unterkonstruktion erstellen und penibel darauf achten, dass diese wirklich in der Höhe justiert ist, in der die spätere Decke hängen soll. Anschließend werden die Gipskartonplatten auf der Unterkonstruktion angebracht. Hängt alles wunschgemäß, müssen Sie noch die Fugen füllen und schleifen. Je gründlicher Sie alle Arbeiten erledigen, umso perfekter wird Ihre neue Decke und die Arbeit hat sich gelohnt.

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