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Abdichten und Dämmen mit PU-Schaum

Bauschaum findet sich in den meisten Ausrüstungen eines Heimwerkes wieder. Mit seiner Hilfe lassen sich Fugen, Löcher oder Risse abdichten und Zwischenräume dämmend verschließend. Doch was gilt es zu wissen, bevor PU-Schaum zum Dämmen oder Abdichten genutzt wird und wie wird der Schaum am besten aufgetragen und verarbeitet?

Unterschiede der Montageschäume

PU-Schaum besteht grundlegend aus Polyurethan. Dabei handelt es sich um Kunststoffe oder Kunstharze, welche je nach Art der Herstellung eine unterschiedliche Konsistenz aufweisen. Grob unterschieden wird der Bauschaum letztlich in Einkomponenten- und Zweikomponenten-Bauschaum.

Der Einkomponenten-Bauschaum ist feuchtigkeitshärtend. Das bedeutet, dass er nur reagiert und seine Wirkung entfaltet, wenn die zu behandelnde Oberfläche zunächst befeuchtet wurde. Auf diese Weise wird erreicht, dass der Schaum schneller aushärtet und eine bessere Haftung vorweist. Aufgrund dieser Eigenschaften eignet sich der Einkomponenten-Bauschaum insbesondere zum Ausschäumen von Mauerfugen oder dem Abdichten der Fensterbänke.

Darüber hinaus gibt es Montageschäume, die aus zwei Komponenten bestehen. Da ein zusätzlicher Härter mitgeliefert wird, bedarf es bei der Anwendung keiner Feuchtigkeit, um die Aushärtung einzuleiten. PU-Schaum aus zwei Komponenten weist generell eine höhere Festigkeit auf und härtet zudem schneller aus. Entsprechend ist es bei der Anwendung wichtig, dass der aufgetragene Schaum schnell verarbeitet wird. Der sogenannte 2-K-Bauschaum ist zudem sehr voluminös. Aus diesem Grund wird er oftmals genutzt, um größere Hohlräume auszufüllen.

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So wird der Montageschaum richtig angewendet

Wichtig für die Arbeit mit PU-Schaum ist zunächst die Frage, welcher Schaum es sein soll. Wird mit einem Einkomponenten-Bauschaum gearbeitet, so muss der Untergrund zunächst gut befeuchtet werden. Wird dieser Schritt ausgelassen, kann der Schaum letztlich nicht richtig aushärten. Dies hat zur Folge, dass der Schaum in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit auch nach Tagen und Wochen weiterhin Feuchtigkeit aufnimmt und zunehmend aufquillt. Wer hingegen mit einem Polyurethan-Schaum aus zwei Komponenten arbeitet, der muss die Dose vor Gebrauch kräftig schütteln. Andernfalls kann es passieren, dass sich die beiden Komponenten nicht richtig vermischen und das Aushärten wiederum erschwert. Bevor PU-Schaum zum Abdichten oder Dämmen genutzt wird, sollten daher immer die Herstellerangaben bezüglich des vorgeschriebenen Gebrauchs berücksichtigt werden.


Beim Auftragen selbst gibt es bei beiden Varianten zunächst keinen Unterschied. Die Dose sollte dabei kopfüber gehalten werden, während der PU-Schaum auf die gewünschten Stellen aufgetragen wird. Hinsichtlich der Dosierung gilt es zu beachten, dass der Schaum nach dem Auftragen aufquillt. Entsprechend sollte er vorsichtig dosiert werden. Zudem ist ein präzises und ungestörtes Arbeiten wichtig. Der Schaum sollte letztlich nur dort aufgetragen werden, wo er auch benötigt wird. Hierbei sollte immer bedacht werden, dass einmal ausgehärteter Schaum aus Polyurethan nur schwer zu entfernen ist.
 

Vor- und Nachteile von Montageschaum

Wer mithilfe von PU-Schaum dämmen oder abdichten möchte, der trifft dabei auf viele Vorteile. Wichtig ist zunächst, dass es keinerlei spezifischer Fähigkeiten bedarf, um den Schaum auftragen und verarbeiten zu können. Vor allem Montageschaum aus zwei Komponenten härtet sehr schnell aus. Bei Renovierungsarbeiten führt dies dazu, dass die Arbeiten bereits nach kurzer Zeit fortgesetzt werden können. Wer PU-Schaum zum Dämmen einsetzt, der sorgt gleichzeitig dafür, dass eine bestmögliche Dämmwirkung einsetzt, welche durch die geringe Wärmeleitfähigkeit von Polyurethan gewährleistet ist.

Nachteile gibt es hingegen nur geringfügig. Sofern der PU-Schaum zum Abdichten von Bereichen genutzt wird, die direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, müssen diese anschließend gestrichen werden, da der Bauschaum nicht UV-Beständig ist. Zudem kann PU-Schaum nicht zum Abdichten bei Frost genutzt werden.

FAQs Kemmler – Abdichten und Dämmen mit PU-Schaum

Welche Vorteile bietet PU-Schaum?

Der Montageschaum bietet in erster Linie den Vorteil, dass er über ausgezeichnete Dämmeigenschaften verfügt. Zudem ist die Handhabung aufgrund der Druckgasverpackung sehr einfach sowie flexibel. Aufgrund seiner expandierenden Eigenschaft nach der Aufbringung eignet er sich darüber hinaus, um Unregelmäßigkeiten auf Oberflächen wie dem Mauerwerk auszufüllen.

Darf der Bauschaum überputzt werden?

PU-Schaum ist so konzipiert, dass er nach der Aufbringung in den meisten Fällen problemlos überputzt oder überstrichen werden kann. Bis auf wenige Ausnahmen verträgt er sich mit allen gängigen Putzen, Farben sowie Lacken.

Welche Untergründe eignen sich für Polyurethan?

PU-Schaum haftet besonders gut auf Beton, Putz, Mauerwerk, allen Hölzern sowie Zement. Entscheidend für eine gute Haftung ist in erster Linie eine staubfreie sowie trockene Oberfläche. Aus diesem Grund eignet er sich hingegen nicht für beschichtete sowie polierte Oberflächen, den meisten Kunststoffen sowie unbehandeltem Gips.

Sind PU-Schäume eine Gefahr für die Gesundheit?

Montageschaum ist für die Gesundheit nicht gefährlich. Sobald es ausgehärtet ist, verhält sich Polyurethan sogar neutral gegenüber der Umwelt. Aus diesem Grund wird PU-Schaum auch als sehr emissionsarm bezeichnet.

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