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Porenbeton verarbeiten - der praktisch-leichte Baustoff

Porenbeton ist ein vielseitiger und wegen seiner unproblematischen Bearbeitung beliebter Baustoff. Die Basis von Porenbeton ist ein Gemisch aus Kalk, Zement und Sand, das durch eine Zugabe von Aluminiumpulver und nach der Aushärtung mit Wasserdampf seine hohe Festigkeit erhält. Die Leichtigkeit und die gute Wärmedämmung von Porenbeton ergeben sich aus den vielen Luftporen, die 80 % des Materials ausmachen. Gleichzeitig erleichtert die Porosität, den Porenbeton zu verarbeiten. Dies gelingt selbst mit manuellen Werkzeugen ausgezeichnet, und aus diesen Gründen ist Porenbeton auch für handwerklich weniger erfahrene Heimwerker eine attraktive Option. Bei vielen Umbauten kann Porenbeton Gipskarton und Ziegel ersetzen - vor allem im Innenausbau.

Diese Werkzeuge brauchen Sie zum Porenbeton verarbeiten 

Um Porenbeton zu verarbeiten, sind keine speziellen Tools nötig. Die Ytong Steine lassen sich mit den Werkzeugen bearbeiten, die ein gut ausgestatteter Heimwerker ohnehin im Werkzeugkasten hat. Hierzu zählen:

  • Leichtbetonsäge
  • Wasserwaage
  • Gummihammer
  • Drahtbürste
  • Mörtelkübel
  • Kelle
  • Zahnspachtel

Als Material stehen diverse Porenbetonstein-Formate und Mörtel zur Auswahl. Als Ersatz für eine Leichtbetonsäge lässt sich je nach Sägeschnitt auch ein Fuchsschwanz oder eine Stichsäge verwenden - damit geht das Porenbeton verarbeiten fast ebenso leicht von der Hand. Löcher lassen sich einfach mit der Bohrmaschine bohren und das Schleifen von Schnittflächen gelingt mit für die Holzbearbeitung genutztem Schleifpapier.

Was ist der Unterschied zwischen einer Stoßfuge und einer Lagerfuge?

Wer mit dem Porenbeton verarbeiten beginnt, um eine Mauer oder Trennwand zu erstellen, sollte den Unterschied zwischen Lagerfugen und Stoßfugen kennen. Die Lagerfuge bezeichnet den Zwischenraum zwischen übereinander gesetzte Porenbetonsteine. Mit der vermörtelt oder unvermörtelt angelegten Stoßfuge ist der Zwischenraum gemeint, der zwischen zwei Steinen einer Mauerlage besteht.

Was ist beim Porenbeton verarbeiten bei Normalmörtel und Dünnbettmörtel zu beachten?

Mit Porenbeton Steinen ist es einfach, eine Mauer hochziehen. Die Leichtigkeit des Materials und die vielen Möglichkeiten, Porenbeton zu verarbeiten, sollten jedoch nicht zu einer nachlässigen Vorgehensweise führen. Denn eine standfeste und stabile Mauer mit den Gasbetonsteinen lässt sich nur herstellen, wenn beim Porenbeton verarbeiten mit Sorgfalt gearbeitet wird. Hierzu zählt die fachmännische Zubereitung des zu verarbeitenden Mörtels. 

Zum Anrühren von Dünnbettmörtel ist das Rührwerk auf eine langsame Umdrehungszahl einzustellen, denn nur so lassen sich Lufteinschlüsse im Mörtel sicher vermeiden. Damit sich nach dem Setzen der Steine noch Korrektur vornehmen lassen, darf der Mörtel nicht zu schnell abbinden. Andererseits darf er auch nicht zu dünnflüssig ausfallen, um seine Bindekraft nicht einzubüßen. Daher Normalmörtel und Dünnbettmörtel gemäß den Herstellerangaben anrühren und so portionieren, dass sich der Mörtel zügig verarbeiten lässt.

Für die erste Lage der Ytong Steine ist beim Porenbeton verarbeiten ein Normalmörtelbett zu wählen. Der für die Basis gewählte Normalmörtel gleicht Unebenheiten des Bodens aus und gewährleistet einen sicheren Stand. Für die Stirnseiten der Ytong Steine und für alle weiteren Lagen wird Dünnbettmörtel verwendet. 

Ytong Steine - Diese Formate gibt es

Porenbeton verarbeiten fällt durch die verschiedenen erhältlichen Steinformate noch leichter:

  • Ein Ytong-Planblock ist der Standard-Stein und steht in gängigen Abmessungen zur Verfügung. 
  • Der Eck- und Laibungsstein kommt an Gebäudeecken zum Einsatz und weist nur an einer Seite ein Profil auf.
  • Ein Jumbo-Planblock ist höher als der Standard Planblock und lässt sich im Innen- und Außenbereich verwenden.
  • Die Planbauplatte bewährt sich bei nichttragenden Innenwänden und ist in Stärken von 5 bis 10 cm erhältlich.
  • Der Ausgleichsstein kommt als Ergänzungssein zum Einsatz und gleicht Lücken im Mauerwerk aus.
  • Die Ytong U-Schale ist ein Bauelement für Tür- und Fensterstürze.

Erste Lage mit Porenbetonsteinen legen

Der erste Eckstein und der zweite Laibungsstein werden jeweils an eine Ecke des Gebäudes gesetzt. Nach dem Setzen der ersten beiden Steine wird eine Maurerschnur gezogen, die zur Ausrichtung dient. Zusätzlich wird die korrekte Lage der Porenbetonsteine mit der Wasserwaage kontrolliert und bei Bedarf durch leichte Schläge mit dem Gummihammer korrigiert. Um einen festen Verbund herzustellen, sollte die Stoßfuge des ersten Steins vor dem Ansetzen eines weiteren Steins mit Dünnbettmörtel bestrichen werden. Alle weiteren Ytong-Steine werden gesetzt, ohne die Stoßfugen zu vermörteln.

Sichern und abdichten

Vor dem Beginn der Arbeit ist der Untergrund abzudichten. Aufgrund der vielen Poren ist Gasbeton ein saugfähiges Material - ohne eine Isolierfolie am Boden besteht die Gefahr, dass die Steine Feuchtigkeit ziehen. Dies könnte die Stabilität der Mauer gefährden. Die Isolierfolie sollte an beiden Seiten einige Zentimeter überstehen. 

Maurern ist bekannt, dass beim Setzen der Steine die Entstehung von Kreuzfugen zu vermeiden ist. Kreuzfugen treten auf,, wenn die Stoßfugen zweier Schichten aufeinander stoßen. Um dies zu vermeiden, ist stets versetzt zu mauern. Nur wenn die Steine im Verband und mit einem ausreichenden Überbindemaß angeordnet sind, bleibt die Tragfähigkeit gewährleistet. Die Überschneidung sollte mindestens 40 % der Steinhöhe betragen. Maueranker und Metallwinkel verleihen der Konstruktion zusätzliche Stabilität und sollten je nach Belastung alle 2 bis 4 Reihen Verwendung finden.

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Porenbeton verarbeiten: Passtücke anfertigen

 

Einer der größten Vorteile beim Porenbeton verarbeiten besteht darin, dass sich Plansteine und Planblöcke mit wenig Aufwand auf jedes gewünschte Format bringen lassen. Das Anfertigen der Passstücke gelingt mit gängigem Werkzeug wie einer Handsäge oder Bandsäge. Damit ein fester Verbund entsteht, sind die Stoßfugen bei Passsteinen zu vermörteln. Auch Kopfstück oder Winkelleiste für den Boden lassen sich schnell aus einer Porenbetonplatte zuschneiden. Achten müssen Handwerker und Heimwerker lediglich darauf, dass Werkstücke mit geringer Materialstärke nicht brechen. Bei umsichtiger Vorgehensweise ist die Anfertigung von Passtücken aber auch für den Anfänger kein Problem.

Porenbeton verarbeiten: Rundungen sägen

Für gerade Schnitte ist der Fuchsschwanz eine gute Wahl, wenn keine Leichtbetonsäge zur Hand ist. Für Schwünge und Kurven empfiehlt sich der Griff zur Stichsäge oder Bandsäge. Einsteigern fällt das freihändige Sägen mit manuell geführten Werkzeugen leichter als mit Maschinen. Da das Sägen von Porenbeton zudem keinen großen Kraftaufwand erfordert, ist für Heimwerker-Projekte beim Sägen von Rundungen die Handsäge die beste Wahl. Die konsistente Struktur von Porenbeton erleichtert das Zusägen ebenfalls, denn auf Faserrichtung und lokale Verhärtungen braucht der Heimwerker anders als beim Sägen von Holz hier nicht zu achten. Handwerker und Messebauer, die regelmäßig Porenbeton verarbeiten und sich wiederholende Arbeitsschritte vornehmen, sind mit einer Motorsäge effektiver und schneller.

Porenbeton verputzen - so geht's

Das Porenbeton verputzen spielt vor allem im Außenbereich eine wichtige Rolle, da hier mit Witterungseinflüssen und vor allem mit Nässe zur rechnen. Auch in Feuchträumen ist das Porenbeton verputzen zu empfehlen, um dauerhaft eine intakte Struktur des porösen Materials sicherzustellen. Für sonstige Zwischenwände im Innenbereich bleibt das Porenbeton verputzen optional. Alternativ lässt sich hier beispielsweise auch eine Gipskartonplatte zur Abdeckung verwenden. 

Zum Porenbeton verputzen sind die für diese Arbeit notwendigen Werkzeuge zu wählen:

  • Putzkelle
  • Glättkelle
  • Reparaturspachtel
  • Abziehlatte
  • Richtbrett
  • Reibebrett
  • Quast oder Drucksprüher
  • Wasserwaage
  • Putzeimer
  • Abdeckfolien

Wer im Innenbereich Porenbeton verputzen will, kann sich für Dünnschichtputz, Leichtputz oder Kalk-Zement-Putz entscheiden. Für Feuchträume und im Außenbereich sind Dichtschlämme zu empfehlen.

Sauber Porenbeton verputzen gelingt nur mit Putzschienen. Das gilt auch beim Verputzen von Porenbeton. Daher sollten Sie vor allem im Außenbereich nicht auf diese nützlichen Helfer verzichten. Ohne Putzschienen lassen sich kaum gerade Wandlinien und stabile Abschlüsse erzielen. Die Schienen kommen an einer mit U-Schalen eingefassten Fensterlaibung und Türlaibung zum Einsatz. Damit die Putzschienen keinen Rost ansetzen, ist im Außenbereich Edelstahl zu verwenden. 

Sowohl beim Verputzen als auch während der Trocknung ist ein Schutz vor Regen und Sonne wichtig - mit Abdeckplanen gehen Sie auf Nummer sicher.

Der Unterputz sollte nach dem Auftragen ausreichend lange trocknen, um eine hohe Haftung zu entwickeln und einen tragfähigen Untergrund für den Oberputz. Nach dem Anwerfen mit der Putzkelle lässt sich der Putz mit der Glättkelle glätten. Zum Abziehen der Putzschienen eine Abziehlatte verwenden. Die Putzschienen sind vollständig zu verputzen, um eine dauerhafte Verbindung mit dem Untergrund herzustellen.

Der Oberputz wird nach Herstellerangaben angefertigt und ebenfalls mit der Glättkelle verteilt. Die zweite Putzschicht fällt dünner aus als die erste - eine Dicke von einem Zentimeter ist als ausreichend anzusehen. Wer Reibeputz bevorzugt, verteilt den Putz mit dem Reibebrett kreisförmig, allerdings erfordert dies mehr Erfahrung. 

Porenbeton verarbeiten: Porenbeton wasserdicht machen

Porenbeton hat eine Schwäche - und das ist Wasser. Damit der praktische Baustoff auch im Außenbereich eingesetzt werden kann, ist ein Feuchtigkeitsschutz daher unerlässlich. Hierfür stehen verschiedene Techniken zur Auswahl, die abhängig von Größe und Zweck auszuwählen sind.

Die vielen Poren im Ytong Stein sorgen für eine gute Wärmedämmung und machen das Material leicht, doch verleiht ihm auch die Eigenschaften eines steinernen Schwamms. Wenn Nässe in die Poren eindringt, kann sie im Winter gefrieren und aufsprengen. Die massiven Schäden, die Frost anrichten kann, kennt jeder Autofahrer von den vielen Schlaglöchern, die sich auf den Straßen nach einem harten Winter auftun. Dem lässt sich bei Porenbeton mit Beschichtung vorbeugen.

Zum wasserdicht machen lassen sich Dichtschlämme verwenden. Aber auch die Acryllackierung und die Nanoversiegelung kommen in Betracht, um dem Porenbeton wasserabweisende Eigenschaften zu verleihen. Einen hohen Schutz bietet die Nanoversiegelung. Sie wird gern für wasserabweisende Fassaden und dekorative Figuren aus Porenbeton verwendet. 

Die Schicht aus flüssigem Kunststoff legt sich wie eine zweite Haut über den Porenbeton und lässt Wasser abperlen. Daneben wirkt die Nanoversiegelung schmutzabweisend und verleiht dem Gasbeton eine hohe Schlagfestigkeit. Einen ähnlichen Effekt erzielt eine Acryllackierung, die eine Alternative für kleine Objekte ist. Auftragen lassen sich diese Versiegelungen mit Pinsel, Rolle oder Spritzpistole. Wichtig ist eine lückenlose Bedeckung, damit der Feuchtigkeit kein Schlupfloch bleibt.

Wo größere Flächen von Porenbeton im Außenbereich vor Feuchtigkeit zu schützen sind, bietet das Verputzen mit Dichtschlämmen einen hohen Feuchtigkeitsschutz. Für besonders hohe Ansprüche lässt sich zusätzlich eine Nanoversiegelung aufbringen. Die Dichtschlämme lassen sich mit der Kelle auftragen. Auch bei dieser Methode ist auf einen lückenlosen Auftrag zu achten.

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