Fertigbeton

Fertigbeton – ein Werkstoff, viele Anwendungen

Beton und das darin enthaltene Bindemittel, der Zement, gehören zu den vielseitigsten Baustoffen. Ob Wände, Decken, Estriche oder Fundamente – für jeden dieser Bereiche findet sich der passende Beton. Entsprechend ist es aber auch wichtig, die richtige Variante für das anstehende Bauprojekt zu wählen. Zudem gibt es einiges bei der Verarbeitung von Beton beziehungsweise Zement zu beachten.

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Fertigbeton oder doch Zement?

Die erste Frage, die sich beim Kauf stellt, ist: Entscheiden Sie sich für eine fertige Betonmischung oder wählen Sie doch nur einen Zement und setzen den gewünschten Füllstoff selbst zu? In der Regel ergibt sich die Antwort auf diese Frage aus dem Zweck, für den Sie den Beton benötigen. Für bestimmte Bereiche, beispielsweise Estriche, gibt es zum Beispiel fertige Betonmischungen. Wollen Sie mit dem Beton dagegen ein einfaches, stabiles Fundament schaffen, etwa für einen Gartenschuppen, bietet sich eine Kies-Sand-Mischung als Füllstoff an. Diese wäre allerdings so voluminös, dass sich ein Fertigbeton in dieser Variante kaum sinnvoll abpacken ließe. Hier müssten Sie also Zementsäcke sowie Sand und Kies als Schüttgut bestellen.

Welche Arten von Zement und Beton gibt es?

Es gibt verschiedene Typen von Zement: der am häufigsten verwendete ist der Portlandzement, der seinen Namen vom Portlandstein hat, einem Kalkstein aus der Region um das englische Portland. Ebenfalls üblich ist die Bezeichnung Standardzement. Weitere Varianten sind:

  • Schnellzement
  • Trasszement
  • Faserzement

Schnellzement ist, wie der Name schon vermuten lässt, ein Zement, der rasch eine hohe Festigkeit erreicht. Daher eignet er sich vor allem für Gebäudeteile und Installationen, die schon nach kurzer Zeit nutzbar sein müssen, etwa Verankerungen. Für die Fixierung von Bauteilen und das Ausbessern von Rissen ist Blitzzement ebenfalls eine gute Wahl. Bei Trasszement wird der Mischung Trass beigegeben, sodass ein wasserdichter Zement entsteht. Dieser eignet sich gut für kalkhaltige Baustoffe wie etwa Naturstein, da es so zu weniger Ausblühungen kommt als bei normalem Zement. Faserzement ist eine Sonderform, die in der Regel nicht selbst gemischt wird. Stattdessen wird das auch unter dem Markennamen Eternit bekannte Material zur Herstellung von Bauteilen wie Fassaden- und Dachplatten verwendet.

Bei Beton eine Kategorisierung vorzunehmen, ist relativ schwierig, denn es gibt zahllose verschiedene Rezepte. Teilweise werden sogar für bestimmte Bauprojekte spezielle Betonmischungen hergestellt. Es gibt aber doch einige gebräuchliche Betonarten, die nach Einsatzverfahren oder Eigenschaften unterschieden werden:

  • Pumpbeton
  • Spritzbeton
  • Stampfbeton
  • Estrichbeton
  • hochfester Beton
  • Magerbeton
  • Dränbeton
  • Stahlbeton

Bei Pump-, Spritz- und Stampfbeton erfolgt die Unterscheidung anhand des Verarbeitungsverfahrens. Pumpbeton wird häufig für Wände und Decken von Gebäuden verwendet. Hier wird er direkt aus dem Mischer in die Schalung gepumpt, er darf daher bei der Anlieferung nicht zu fest sein. Spritzbeton wird ähnlich angewandt wie Pumpbeton, allerdings wird hier zusätzlich mit Druckluft gearbeitet, die den Beton mit dem Auftragen verdichtet. Stampfbeton wird hingegen durch mechanische Druckeinwirkung verdichtet.

Bei den anderen oben genannten Betonarten sind die Eigenschaften entscheidend. Für Estrichbeton wird beispielsweise ein recht feinkörniges Füllmaterial verwendet, zudem wird er relativ flüssig verarbeitet. Hochfester Beton enthält extrem feine Zusatzstoffe und erreicht eine äußerst hohe Druckfestigkeit. Beim kostengünstigen Magerbeton kommt relativ wenig Zement zum Einsatz, sodass er nur eine geringe Festigkeit erreicht. Da er vornehmlich für Pflastersteinbettungen und Ähnliches genutzt wird, ist das allerdings kein Nachteil. Dränbeton ist in der Regel mit Splitt versetzt, sodass sich im Innern ein Hohlraumsystem bildet, über das Wasser abfließen kann. Er eignet sich dementsprechend für Bauteile, die laufend der Witterung ausgesetzt sind. Stahlbeton bezeichnet eine Betonmischung, die mit Stahlteilen armiert wird. Dies erhöht die Zugfestigkeit des Baustoffs enorm, sodass ein zug- und druckfestes Material entsteht, das für stark beanspruchte Bauteile eingesetzt wird.

Wichtiges bei der Verarbeitung von Beton

Grundsätzlich lässt sich Beton zwar relativ leicht verarbeiten, es gibt aber doch einige Punkte, die Sie beachten sollten. Bedenken Sie schon beim Mischen des Betons den späteren Verwendungszweck – wollen Sie zum Beispiel direkt auf dem Erdreich ein Fundament anfertigen, sollte der Beton nicht zu flüssig sein. Zum einen ließe er sich dann kaum sinnvoll verarbeiten, zum anderen zieht der Beton Wasser aus dem Erdreich und muss entsprechend nicht so feucht angerührt werden. Möchten Sie dagegen einen Estrich gießen, muss der Baustoff flüssig genug dafür sein.

Achten Sie außerdem darauf, den Beton feucht zu halten. Da er nicht einfach trocknet, sondern durch einen chemischen Prozess aushärtet, für den Wasser erforderlich ist, kann er nur bei ausreichender Feuchtigkeit seine maximale Festigkeit erreichen.

Suchen Sie bei Kemmler nach dem passenden Fertigbeton für Ihr Bauprojekt. Natürlich erhalten Sie bei uns auch Zement und Schüttgut, sodass Sie Ihre eigene Betonmischung herstellen können.