Mörtel – die Grundlage für jedes Mauerwerk
Mörtel ist einer der wichtigsten Baustoffe überhaupt. Er kommt bereits seit der Antike zum Einsatz und bietet sich für viele unterschiedliche Anwendungen an. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er Steine oder andere Baustoffe fest miteinander verbindet. Hiermit stellt er die Grundlage fast jedes Mauerwerks dar. Darüber hinaus eignet er sich auch dafür, das Gemäuer zu verputzen und somit für einen ansprechenden Abschluss zu sorgen. Je nach Verwendungszweck gibt es ganz unterschiedliche Mörtelsorten mit verschiedenen Eigenschaften. Bei Kemmler entdecken Sie eine sehr große Auswahl an Mörtel, sodass für jeden Einsatzzweck ein passendes Produkt bereitsteht.
Sand, Kalk und Zement – die wichtigsten Bestandteile des Mörtels
Mörtel besteht in der Regel zum größten Teil aus Sand. Dabei kommen Gesteinskörnungen zum Einsatz, deren Durchmesser bei maximal 4 mm liegt. Sollten hingegen auch größere Steine enthalten sein, spricht man nicht mehr von Mörtel, sondern von Beton. Der Sand gibt dem Mörtel sein Volumen und trägt zu einer hohen Festigkeit bei. Damit eine feste Masse entsteht, ist jedoch ein Bindemittel erforderlich, das die Sandkörner fest zusammenfügt. Hierfür kommen viele unterschiedliche Stoffe infrage. Dabei hat die Wahl des Bindemittels einen erheblichen Einfluss auf die Eigenschaften des Mörtels.
Die wichtigsten Bindemittel für die Mörtelherstellung sind Kalk und Zement. Es ist möglich, mit nur einem einzigen dieser beiden Bindemittel Mörtel zu erstellen, bei den meisten Produkten kommen sie jedoch gemischt vor. Beide Stoffe haben ganz unterschiedliche Eigenschaften. Zement ist nach dem Aushärten ausgesprochen hart und robust. Außerdem ist dieses Material sehr unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Reiner Zementmörtel findet immer dann Verwendung, wenn eine extrem hohe Festigkeit erforderlich ist. Kalk hingegen ermöglicht es, eine cremige Masse zu erzeugen, die leicht formbar ist. Daher eignet sich dieses Material ausgezeichnet, um ansprechende Oberflächen zu erzeugen. Allerdings hat ein reiner Kalkmörtel nur eine recht geringe Festigkeit. Um die Eigenschaften der beiden Bindemittel zu kombinieren, nutzen Maurer häufig Kalkzementmörtel. Je nach Mischungsverhältnis lassen sich dadurch unterschiedliche Eigenschaften erzeugen.
Kalk und Zement sind zwar die am häufigsten verwendeten Bindemittel, jedoch nicht die einzigen. Relativ oft kommt beispielsweise Gipsmörtel zum Einsatz – insbesondere für den Putz im Innenbereich. Darüber hinaus ist es möglich, Ton oder Kunststoffe zu verwenden. Bei manchen der genannten Bindemittel ist keine Gesteinskörnung erforderlich, sodass Sie sie auch ohne Sand verwenden können.
Mauermörtel und Putzmörtel – die wichtigsten Anwendungsbereiche
Mörtel werden nicht nur hinsichtlich ihrer Zusammensetzung unterschieden, sondern auch entsprechend ihres Verwendungszwecks. Bei den meisten Angeboten handelt es sich entweder um Mauermörtel oder um Putzmörtel.
Mauermörtel muss in erster Linie über eine hohe Festigkeit verfügen. Er sorgt dafür, dass die Steine des Gemäuers gut aufeinander haften und ist daher für die Statik eines Gebäudes von großer Bedeutung. In den meisten Fällen kommt dabei Kalkzementmörtel zum Einsatz, der zu einer hohen Stabilität führt, aber dennoch eine leichte Verarbeitung ermöglicht. Lediglich bei sehr kleinen Bauwerken ist es erlaubt, reinen Kalkmörtel zu verwenden. Bei Mauern, die einer besonders hohen Belastung unterliegen, kann es erforderlich sein, reinen Zementmörtel anzubringen.
Bei Putzmörtel ist die Festigkeit nicht ganz so wichtig, da der Mörtel in dieser Funktion keinen Einfluss auf die Statik hat. Es ist hingegen wichtig, dass er leicht zu verarbeiten ist und eine gewisse Elastizität aufweist. Auch die optischen Aspekte sind hierbei von Bedeutung, da der Putz gut sichtbar ist. In manchen Fällen ist der Putzmörtel daher bereits mit Farbstoffen versehen, sodass es nicht notwendig ist, die Wand zu streichen. Dabei wird zwischen Innen- und Außenputz unterschieden. Für den Innenbereich ist Gips ein beliebter Werkstoff, da dieses Material eine besonders ansprechende Oberflächengestaltung ermöglicht. Im Außenbereich sind Kunstharzputze sehr beliebt, da diese ausgesprochen widerstandsfähig gegenüber Witterungseinflüssen sind.
Spezialprodukte für spezifische Anwendungen
Neben den bereits erläuterten grundsätzlichen Mörtelarten gibt es auch einige Produkte, die sich für ganz spezifische Anwendungen eignen. Dabei kommen häufig gesonderte Zusatzstoffe zum Einsatz, die dem Mörtel einen ganz eigenen Charakter verleihen.
Ein Beispiel hierfür ist Vergussmörtel. Dabei handelt es sich um ein Produkt, das fließfähig ist und sich daher dazu eignet, Bodenflächen auszugießen. Dieser Mörtel verfügt über spezielle Zusätze, die verhindern, dass die Masse beim Trocknen schrumpft. Ein weiterer Spezialmörtel ist Dünnbettmörtel. Dieser wird mit einer sehr geringen Dicke aufgetragen und sorgt dennoch für eine hohe Festigkeit.
Eine weitere Alternative ist sogenannter Trassmörtel. Dieser verfügt über einen Zusatz aus natürlichem Trassgestein, der dafür sorgt, dass die Mischung weitestgehend wasserdicht ist. Außerdem eignet er sich besonders gut für die Verlegung von Natursteinen. Des Weiteren ist Reparaturmörtel erhältlich. Dieser bietet sich für kleinere Ausbesserungen an und zeichnet sich dadurch aus, dass er besonders gut auf dem Untergrund haftet.
Unterschiede zwischen Mörtel und Speis
Mörtel und Speis werden im Bauwesen häufig synonym verwendet, unterscheiden sich jedoch in ihrer Bedeutung. Mörtel ist der fachlich korrekte Begriff und bezeichnet ein Gemisch aus Bindemittel wie Zement oder Kalk, Zuschlagstoffen wie Sand und Wasser. Er wird gezielt für definierte Anwendungen wie Mauern, Verputzen, Verfugen oder Estricharbeiten hergestellt und besitzt normierte Eigenschaften. Der Begriff Speis stammt aus dem süddeutschen und österreichischen Sprachraum und beschreibt im handwerklichen Sprachgebrauch meist einen einfachen, meist selbst gemischten Mörtel ohne genaue Rezeptur. Während Mörtel heute in genormten Qualitäten und abgestimmten Zusammensetzungen eingesetzt wird, steht Speis eher für eine traditionelle, weniger exakt definierte Mischung.
Fachgerechte Verarbeitung von Betonspachtel
Betonspachtel wird verwendet, um Betonflächen zu egalisieren, Poren zu schließen oder Oberflächen optisch aufzuwerten. Für eine erfolgreiche Verarbeitung ist eine gründliche Untergrundvorbereitung entscheidend. Der Beton muss fest, sauber, staubfrei und leicht aufgeraut sein. Je nach Produkt kann eine Grundierung erforderlich sein, um die Haftung zu verbessern. Der Betonspachtel wird in der Regel mit Glättkelle oder Rakel in dünnen Schichten aufgetragen. Mehrlagige Anwendungen sollten erst erfolgen, nachdem die vorherige Schicht ausreichend abgebunden hat. Gleichmäßiges Aufziehen und sauberes Glätten sorgen für eine homogene Oberfläche und reduzieren Nacharbeiten wie Schleifen.
Auswahl des richtigen Klebemörtels
Die Wahl des passenden Klebemörtels hängt stark vom Untergrund, dem zu verklebenden Material und der späteren Belastung ab. Für keramische Fliesen und Feinsteinzeug werden häufig flexible zementäre Klebemörtel eingesetzt, die Bewegungen ausgleichen können. Naturstein erfordert spezielle, verfärbungsfreie Klebemörtel, um optische Beeinträchtigungen zu vermeiden. Für stark beanspruchte Bereiche oder kritische Untergründe stehen kunststoffvergütete oder reaktive Klebemörtel zur Verfügung, die besonders hohe Haft- und Festigkeitswerte bieten. Entscheidend für ein dauerhaftes Ergebnis ist, den Klebemörtel entsprechend der Herstellerangaben anzumischen, die richtige Zahnung zu wählen und auf eine vollflächige Benetzung der Kontaktflächen zu achten.
Mörtel in verschiedenen Ausführungen bei Kemmler erwerben
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