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Terrasse pflastern leicht gemacht


Sie dachten, dass Terrassenpflastern nur etwas für Profis ist? Da liegen Sie falsch. Mit dem Know-How der Profis können auch Sie ohne Vorkenntnisse eine Terrasse pflastern. Obwohl es Einiges beim Pflastern in Eigenregie zu beachten gilt, ist es mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung durchaus machbar. Zudem müssen Sie neben der Anleitung selbstverständlich auf das richtige Material achten. Schließlich wollen Sie sich viele Jahre an der schönen Terrasse erfreuen. Auch ein bisschen handwerkliches Geschick ist beim Verlegen von Pflastersteinen vorteilhaft. Ferner sollten Sie sich ausreichend Zeit nehmen. Idealerweise wird eine Terrasse an einem Wochenende oder während des Urlaubs selbst gepflastert. Das vermeidet unnötigen Stress oder eine Doppelbelastung. Sind alle Vorkehrungen getroffen, kann das Projekt „Terrasse pflastern“ losgehen. Wie genau? Das verraten wir Ihnen nachfolgend.
 

terrasse gepflastert

Die Vorplanung: Welche Steine zum Terrasse selber pflastern?

Zunächst steht die Frage im Raum, welche Pflastersteine und Zubehör Sie für Ihre Terrasse zum Pflastern nutzen sollten. Hier besteht grundsätzlich die Wahl zwischen Naturstein oder Beton. Beide kommen mit unterschiedlichen Eigenschaften daher, wodurch Sie bei der Auswahl auf Ihre Anforderungen und Gegebenheiten achten müssen. Naturstein überzeugt mit einer natürlichen Optik und ist eine der traditionellsten Formen beim Pflastern. Die natürlichen Steine, meist aus Granit wie der Apfl Granit Mosaikpflaster M3R, Grauwacke, Porphyr oder Quarzit, sorgen für einen besonders robusten und stabilen Terrassenboden und halten damit selbst hohen Belastungen stand.

Die unterschiedlichen Körnungen, Schattierungen und unregelmäßigen Formate sind zudem ein echter Hingucker. Bei Beton haben Sie den Vorteil, dass die Pflastersteine gleichmäßig geformt und normiert sind. Wenn Sie Ihre Terrasse neu pflastern und Kosten sparen wollen, so sind Betonpflastersteine eine gute Wahl. Durch die Massenproduktion können sie günstig hergestellt werden, was Ihnen wiederum zugutekommt. Farbtöne und Formen können unterschiedlich sein. Zudem haben Sie verschiedene Möglichkeit der Verlegung. Durch die Fugen nach dem Pflastern der Terrasse kann Regenwasser ungehindert absickern und Sie haben einen rutschfesten Bodenbelag. Ebenso vorteilhafte Eigenschaften zeigen Betonsteine aus Porenpflaster, die gänzlich wasserdurchlässig sind und eine Versiegelung des Untergrundes vermeiden. Somit ist die Bildung von neuem Grundwasser nach dem Terrassenpflastern möglich und Sie reduzieren mit dem Ökopflaster sogar Gebühren für Niederschlagswasser. Bei uns im Sortiment finden Sie eine große Auswahl hochwertiger Pflastersteine in unterschiedlichen Ausführungen. Stöbern Sie gerne selbst durch unser Pflastersteinsortiment. Sicher werden Sie hier für das Pflastern Ihrer Terrasse fündig. Darüber hinaus halten wir das passende Werkzeug wie Gummihammer, Spaten, Richtschnur und Randbefestigungsschienen bereit.

Die Vorbereitung: Fläche bestimmen und Untergrund präparieren

Beim Pflastern der Terrasse sollte der Untergrund zuvor sorgsam auf seine Beschaffenheit geprüft werden. Dieser muss tragfähig, eben, frostsicher und wasserableitend sei. Sind diese Voraussetzungen gegeben, bestimmen Sie die Form der Terrasse und nehmen alle nötigen Abmessungen vor. Dazu gehören Höhe sowie Länge und Breite. Stecken Sie diese anschließend mithilfe von Pfählen und einer Richtschnur wie die HaWe Richtschnur ab. Danach folgt der Aushub, bei dem nicht tragfähiger Boden abgetragen wird, denn für das Pflastern einer Terrasse benötigen Sie, wie bereits beschrieben, festen Boden. Setzen Sie anschließend die sogenannten Randsteine als Begrenzung ein. Diese verhindern, dass es zu Abweichungen kommt und erhöhen gleichzeitig die Stabilität und Belastungsfähigkeit der Terrasse. Das Festklopfen erfolgt mit einem Gummihammer wie dem HaWe Gummi Hammer. Mit einem Plattenrüttler verdichten Sie danach den Untergrund. Die erste Schicht bildet Schotter. Sie sollte in etwa 20 bis 30 Zentimeter betragen. Bei 30 cm haben Sie für gewöhnlich Gewissheit über die Frostsicherheit. Mittels erneuten Plattenrüttlereinsatz wird das Schotter befestigt. Danach folgt ein Bett aus drei bis acht Zentimetern feinem Kies oder Split. Diese wird auf die Tragschicht gegeben und mit einer Führungsschiene glatt gezogen. Gönnen Sie dem vorbereiteten Untergrund für das Terrassenpflastern einen Tag Ruhe.
 

Die Ausführung: Pflastern der Terrasse

Überlegen Sie im Vorfeld, welches Verlegemuster Sie setzen wollen. Es gibt zahlreiche Varianten wie beispielsweise den römischen Verband, den Halbverband, den Fischgrätenverband oder den Reihenverband. Gerne unterstützen unsere Experten Sie bei der Entscheidung. Als Startpunkt zum Terrassenpflastern empfiehlt es sich, bei der Hauswand zu beginnen und sich nach vorne vorzuarbeiten. Arbeiten Sie dabei immer von den gesetzten Pflastersteinen aus, ohne das Bett zu betreten. Sie können dabei auch Bretter zum Einsatz kommen lassen. Setzen Sie die Steine nach und nach im gewünschten Verlegemuster und klopfen Sie jeden Stein mit dem Gummihammer fest. Diese sollten danach fest und gerade im Splittbett sitzen. Eventuell müssen Sie Pflastersteine zuschneiden. Eine Fugenbreite von bis zu 3 mm ist optimal.

pflastersteine verlegen
pflaster

Die Versiegelung: Fugen auffüllen

Nachdem die Terrasse nun neu gepflastert ist, füllen Sie die Fugen nach und nach mit Fugensand auf. Sie können sich ebenso für Fugenmörtel oder Fugenschlämme entscheiden. Wollen Sie eine besonders stabile Verfugung, die selbst Unkraut abhält zu sprießen, so ist Fugenmörtel die beste Wahl. Dieser wird dünnflüssig angerührt und so lange in eine Fuge gegossen, bis diese vollkommen aufgefüllt ist. Arbeiten Sie hier sehr genau, sodass auch weiterhin Regenwasser absickern kann. Entscheiden Sie sich alternativ für Porenpflaster.
 

Die Nachbereitung: Abrütteln und Nachfugen

Jetzt ist es fast geschafft. Nur noch das abschließende Abrütteln zum Verdichten des Terrassenbodens muss erledigt werden. Dieser Schritt ist besonders wichtig, da die Fläche geebnet wird und das Fugenmaterial so weit absinkt, dass es den Verbund der Pflastersteine optimal festigt. Beginnen Sie dabei am Rand und arbeiten Sie sich in einer Spirale zur Mitte vor. Verwenden Sie ein Kunststoffschild für den Rüttler. Das verhindert das Brechen von Steinen. Arbeiten Sie so lange, bis alle Seiten fest und ebenmäßig sitzen. Nun folgt abschließend das Nachfugen bzw. das Einfegen von Fugensand. Sollte es in den Tagen nach dem Terrassenpflastern zu Regen kommen, müssen Sie diesen Schritt eventuell wiederholen. Erst wenn der Sand dauerhaft in den Fugen sitzt, können Sie den Prozess abschließen. Sie sehen selbst, dass man Terrassen selber pflastern kann. Zwar erscheint die Technik anfangs etwas schwer, doch mit einer richtigen Anleitung ist Sie durch Hobbyhandwerker durchaus umsetzbar. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne online oder in einer unserer Niederlassungen mit Rat und Tat zur Seite.

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