regenwasser nutzen

Regenwassernutzung


Regenwasser ist ein zentrales Element des natürlichen Wasserkreislaufs und hält diesen aufrecht. Ohne Regenwasser würden Flüsse und Seen austrocknen und das Grundwasser würde versiegen. Eine nachhaltige Regenwassernutzung in den Städten und Gemeinden trägt daher maßgeblich zum Umwelt- und Naturschutz bei. Mit einer fachgerecht installierten und regelmäßig gewarteten Regenwassernutzungsanlage können Sie die natürliche Ressource auch im eigenen Heim effektiv nutzen und schonen damit Tier und Mensch. Welche Vorteile dies mit sich bringt und welche Möglichkeiten zur Nutzung von Regenwasser bestehen, erfahren Sie im Folgenden.

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Gießen mit Regenwasser bringt Vorteile für Garten- und Balkonblumen


Die einfachste Form der Regenwassernutzung ist das Gießen von Pflanzen. Bäume, Sträucher, Gemüsestauden und Rasen vertragen das Regenwasser sehr gut. Oft gedeihen die Pflanzen im Garten oder am Balkon durch die Bewässerung mit Regenwasser sogar besser als mit Trinkwasser, da ersteres weniger Kalk enthält und somit weicher ist. Da dem Leitungswasser außerdem häufig Chlor beigesetzt ist, danken Ihnen viele empfindliche Pflanzen das Bewässern mit Regenwasser durch einen üppigeren Wuchs, reicheren Ertrag und ein gesünderes Aussehen. Besonders Beerensträucher, Kernobstbäume und frische Setzlinge kommen mit dem chlorierten Wasser nur schlecht zurecht. Auch Salatpflanzen, Melonen, Geranien und der anspruchsvolle Rhododendron vertragen Regenwasser besser als Trinkwasser. Die Regenwassernutzung im Garten oder für Balkonpflanzen ist aus hygienischer Sicht unbedenklich. Auch das Füllen von Biotopen mit Regenwasser ist in dieser Hinsicht unproblematisch und schadet den darin lebenden Tieren und Pflanzen nicht. 

Wasser sammeln mit der Regentonne


Sie können das vom Dach Ihres Hauses abfließende Regenwasser unkompliziert in einer Regenwassertonne sammeln. Ein geschlossener Regensammler erweist sich in diesem Fall als vorteilhaft, da Insekten keinen Zugang haben, um ihre Eier in dem stehenden Wasser abzulegen. So vermeiden Sie einen Befall mit Larven, die sich später zu unangenehmen Plagegeistern wie Stechmücken entwickeln. Alternativ können Sie das ablaufende Wasser auch mithilfe von im Boden vergrabenen Zisternen oder Regenwassertanks mit einem Fassungsvermögen von mehreren 1000 Litern und einem integrierten Filter einfangen und speichern. Vorsicht ist bei Dächern aus Zink oder Kupfer geboten. Das Regenwasser kann von diesen Metallverbindungen abschwemmen und so die Umwelt schädigen. Auch Dächer aus Teerpappe, die mit Bitumen abgedichtet sind, sind in diesem Zusammenhang problematisch. Das von ihnen ablaufende Regenwasser kann nämlich Biozide enthalten.

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Regenwasser frei versickern lassen

Die Versiegelung und Verschmutzung von freien Flächen verhindert das Versickern des Regenwassers. Da das Regenwasser aber maßgeblich für das Auffüllen des Grundwasserspiegels ist, bedeutet dies oftmals eine Belastung für die Umwelt. Aus diesem Grund sollten Sie das von einem geeigneten Dach abfließende Regenwasser möglichst frei versickern lassen. Manche Böden weisen jedoch einen erhöhten Anteil an Ton auf, der die Durchlässigkeit des Bodens vermindert und das freie Versickern erschwert. Die Folge: Das Wasser staut sich an der Oberfläche.

Die Regenwassernutzung im Haushalt

Regenwasser und Trinkwasser unterscheiden sich hinsichtlich der hygienischen Qualität. Im Haushalt können Sie das Regenwasser ohne Bedenken für die Spülung der Toilette benutzen, da hier keine Gefahr einer Infektion besteht. Auch das Waschen der Wäsche mit Regenwasser wirkt sich positiv auf die Umwelt aus. Durch den geringeren Kalkgehalt des Regenwassers können Sie nämlich bis zu 20 Prozent Waschpulver sparen. Damit beim Waschgang alle eventuell im Regenwasser enthaltenen Bakterien vollständig abgetötet werden, muss das Wasser allerdings vorab eine spezielle Aufbereitung durchlaufen. Mit einer technisch ausgereiften Regenwassernutzungsanlage steht der Verwendung von Regenwasser im Haushalt nichts mehr im Wege.

Der Fachmann installiert die Regenwassernutzungsanlage 

Eine fachgerecht installierte Anlage ist die Voraussetzung für eine sichere und aus hygienischer Sicht unbedenkliche Regenwassernutzung im Haus. Die Anlage besteht in der Regel aus einem Wasserspeicher aus den Materialien Kunststoff oder Beton, Rohrleitungen, einem System zur Filterung und einer leistungsstarken Pumpe. Um die Anlage effektiv und vorschriftsmäßig zu betreiben, müssen einige Bedingungen erfüllt sein. Die Anlage muss technisch einwandfrei geplant und entsprechend der geltenden Vorschriften installiert sein, einer hygienischen Überprüfung standhalten und regelmäßig gewartet werden. Laut Trinkwasserverordnung muss auch eine Sicherungseinrichtung vorhanden sein, damit sich Regenwasser und Trinkwasser nicht mischen. Außerdem müssen die Leitungen für Regen- und Trinkwasser unterschiedlich gekennzeichnet sein.

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Durch Regenwassernutzung Trinkwasser sparen 

Für die regelmäßige Wartung und Pflege der Anlage ist der Hausbesitzer verantwortlich. Er hat auch zu gewährleisten, dass die Anlage nach langjähriger Nutzung noch die hygienischen Standards erfüllt. Möchten Sie eine Anlage zur Nutzung des Regenwassers einbauen lassen, müssen Sie diese bei Ihrem zuständigen Wasserversorger anmelden. Kleiner Tipp: Schräge Hausdächer erweisen sich als vorteilhaft für den Einbau. Sind alle Schritte für den Bau und Betrieb der Anlage korrekt durchgeführt, können Sie bei einem Vier-Personen-Haushalt etwa 40 Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr durch die Regenwassernutzung einsparen, so Kosten senken und einen wertvollen Beitrag zur Schonung der Umwelt leisten. 

Von der Regenwassernutzung profitieren Mensch und Natur 

Mit einer professionellen Regenwassernutzungsanlage können Sie den gesammelten Niederschlag als Brauchwasser im Haus nutzen. Dies ist ökologisch vorteilhaft und hilft dabei die natürlichen Ressourcen zu schonen. Der Einbau der Anlage muss fachgerecht und nach den aktuellen Standards der Technik erfolgen. Nach einer korrekten Installation ist eine regelmäßige Wartung und Pflege durch Fachpersonal und den Hausbesitzer notwendig, um die hygienische Qualität des nutzbaren Wassers zu gewährleisten.

 

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