carport aus holz selber bauen


Leidige Parkplatzsuche, mangelnder Schutz – es gibt viele Gründe, das Auto nicht am Straßenrand oder auf einem offenen Parkplatz abzustellen. Nicht jeder hat allerdings auf seinem Grundstück Platz für eine Garage, oder der massive Bau passt nicht zum individuellen Wohnkonzept. Hier kommt der Carport ins Spiel. Da es sich um eine relativ einfache und im Verhältnis preisgünstige Konstruktion handelt, spricht viel dafür, den Carport selber zu bauen. Hier erfahren Sie, wie Sie einen Carport planen und auch als ungeübter Heimwerker erfolgreich einen Carport bauen.


Was ist ein Carport?


Carport ist eine Wortschöpfung aus den beiden englischen Begriffen "car" und "port". Damit ist ein überdachter Unterstand für Ihren Pkw gemeint. In Abgrenzung zur Garage ist ein Carport nicht vollständig geschlossen. Möchten Sie einen Carport bauen, haben Sie die Wahl, ob Sie alle Seiten offen lassen oder mehrere Seiten abdichten. Charakteristisch für einen Carport ist allerdings die offene Einfahrt ohne ein Tor. Entscheiden Sie sich, einen Carport zu bauen, stellt das den Mittelweg zwischen einem offenen Parkplatz und einer abschließbaren Garage dar.


Carport bauen oder Garage?


Carport bauen oder doch lieber eine Garage? Beide Lösungen haben Vor- und Nachteile. Falls Sie Garage oder Carport planen und noch unsicher sind, stehen am Anfang gründliche Überlegungen. Zunächst muss abgeklärt werden, ob überhaupt die Wahl besteht zwischen Garage oder Carport bauen. Denn auf einem kleinen Grundstück bleibt meist nur der Carport. Außerdem muss der Boden dafür geeignet sein, denn beide Lösungen benötigen ein Fundament. Ist der geeignete Platz gefunden, muss der Gang zum Bauamt erfolgen. Denn sowohl für Garage als auch für Carport ist eine Bauanzeige erforderlich. Häufig brauchen Garage und Carport eine Baugenehmigung. Die Carport Baugenehmigung ist meist leichter zu erhalten als die Erlaubnis für eine Garage, für die umfangreichere Bestimmungen gelten. Die nächste Frage dreht sich um die Kosten. Ein Carport zu bauen ist deutlich billiger als eine Garage. Vor allem dann, wenn Sie Ihr Carport selber bauen. Daneben gilt es, noch weitere Aspekte abzuwägen. In einer Garage ist das Auto vor Wind, Wetter und Mardern geschützt. Das ist zwar bei einem Carport auch bis zu einem gewissen Grad der Fall, doch können vereiste Scheiben im Winter nur schlecht unter dem offenen oder halboffenen Unterstand verhindert werden. Der Carport hat allerdings den Vorteil der besseren Durchlüftung. Ein weiteres Plus, einen Carport selber zu bauen: Im Sommer lässt sich der Unterstand einfach zur Partylocation umfunktionieren. Selbst bei Regentropfen kann darunter gemütlich gefeiert werden. Carports lassen sich zudem flexibel an Grundstücke und den Stil des Hauses anpassen. Eine Garage wirkt immer schwerfälliger. Der Carport mit Schuppen könnte eine gute Kompromisslösung sein.


Gibt es auch Nachteile?

Eine Garage ist selbstverständlich stabiler und durch das Tor sicherer. Daher kann die festere Bauweise in Gegenden mit vielen Autodiebstählen sinnvoll sein. In normalen Wohngebieten spricht allerdings nichts dagegen, ein Carport zu bauen.

Carport selber bauen

Carport selber bauen – so gelingt das Heimwerkerprojekt

 


Vorteile Carport vs. Garage


Carport bauen oder doch lieber Garage? Hier finden Sie die Vorteile von Carports gegenüber Garagen auf einen Blick:

  • Leichte Bauweise, aber durch Überdachung trotzdem Schutz gegen Wind und Wetter.
  • Offene oder halboffene Bauweise lässt Fahrzeuge nach Regen schneller trocknen. Damit werden Korrosion und somit rostige Stellen am Auto verhindert. Die Lebensdauer des Fahrzeugs erhöht sich.
  • Die permanente Luftzirkulation unter dem Carport sorgt dafür, dass sich das Auto im Sommer nicht so stark aufheizt und nach einer langen Fahrt schneller abkühlt.
  • Ein Carport bauen ist günstiger als eine Garage. Durch das Fehlen von Wänden und Garagentorsinken die Materialkosten. Noch billiger ist es, ein Carport selber zu bauen.
  • Ein Carport bauen ist teilweise fünfmal günstiger als der Bau einer Garage.
  • Eine Carport Baugenehmigung ist leichter zu erhalten als für eine Garage.
  • Selbst auf einem kleinen Grundstück findet sich meist Platz für einen Carport.
  • Ein Carport muss nicht an das Haus angebunden sein, sondern kann überall auf dem Grundstück frei platziert werden.
  • An ein Carport kann wunderbar ein Schuppen angebaut werden, was zusätzlich Stauraum bringt.
  • Einen Carport bauen geht im Vergleich relativ schnell und lässt sich wunderbar als Heimwerker-Projekt realisieren.
  • Ein Carport lässt sich auch als Partylocation als Alternative zu einer Terrasse nutzen.
  • Versicherungstarife werden günstiger, wenn ein Auto unter einem Carport steht und nicht auf derStraße geparkt wird.


Carport selber bauen: Materialien im Vergleich


Die Entscheidung, einen Carport selber zu bauen, ist gefallen. Jetzt geht es an die Materialauswahl. Zur Wahl stehen Holz und Metall. Ist bereits der Zaun aus Holz, entscheiden sich viele, ebenfalls aus diesem Werkstoff einen Carport zu bauen. Doch auch ein Gegensatz der Materialien kann spannende Akzente in der Gesamtoptik setzen.

carport selber bauen expertentipp

Carport selber bauen aus Holz


Holz fasziniert mit einer natürlichen Optik und das Material ist deutlich günstiger als Metall. Entscheiden  Sie sich, aus Holz einen Carport selber zu bauen, müssen Sie bedenken, dass der Werkstoff mit Wind und Wetter seine Farbe verändert. Feuchtes Holz kann faulen, und auch Insekten fühlen sich oft magisch von dem Werkstoff angezogen. Daher muss der Carport entsprechend vor Feuchtigkeit und Insektenbefall geschützt werden. Entscheiden Sie sich, den Carport nicht selber zu bauen und stattdessen einen Bausatz  zu beziehen, sollten Sie ein Produkt wählen, dessen Holz bereits ab Fabrik vorbehandelt ist.

Folgende Holzsorten eignen sich, wenn Sie einen Carport selber bauen möchten:

Imprägniertes Nadelholz: ist mit Salzen vorbehandelt, enthält jedoch aufgrund der natürlichen Trocknung eine gewisse Restfeuchte. Da das Holz nicht beständig gegenüber UV-Licht ist, wird es nach einigen Jahren gräulich. Damit die Optik frisch bleibt, sollte es in der warmen Jahreszeit alle drei Monate nachbehandelt werden.

Douglasie: Ein sehr widerstandsfähiges Holz, das mit seiner Optik überzeugt. Wenn Sie einen Carport selber bauen, wählen Sie ein Holz, das mit einer Lasur gegen UV-Strahlung vorbehandelt wurde. Mit den Jahren nimmt Douglasie eine grau silbrige, edle Färbung an.

Leimholz: Dieses Holz besteht aus mehreren Sorten, die nach der Trocknung miteinander verleimt werden. Dadurch entstehen sehr tragfähige Balken für einen Carport. Möchten Sie einen Carport selber bauen und farbig gestalten, wählen Sie diese Holzsorte. Denn Leimholz eignet sich hervorragend für Anstriche. Eine Vorbehandlung gegen Pilz- und Insektenbefall des Holzes ist notwendig.

Konstruktionsvollholz: Dieses Holz ist sehr belastungsfähig und deutlich standfester als Bauholz. Die Restfeuchte beträgt etwa 15 %.

 

 


Carport bauen aus Metall


Aus Metall einen Carport zu bauen, verspricht einen Unterstand in einem modernen Design. Zur Wahl stehen verzinkter Stahl oder eloxiertes Aluminium. Beide Materialien sind rostfrei, robust gegen Wind und Wetter und verrichten ihren Dienst über viele Jahre hinweg. Möchten Sie den Carport begrünen, eignet  sich ein Modell aus Stahl. Ein Carport aus Aluminium oder Metall ist pflegeleicht, eine gelegentliche  Reinigung mit Wasser ist ausreichend. Dank Pulverbeschichtungen erhalten Sie einen Carport aus Metall  in nahezu jeder Farbe, die aufgrund der lichtechten Beschichtung auch nicht verblasst. Aus Metall einen  Carport selber zu bauen, ist ein relativ kniffliges Projekt. Statt komplett den Carport selber zu bauen,  können Sie auf einen Carport-Bausatz aus Metall zurückgreifen. Vor allem, wenn Sie sich für Aluminium entscheiden, ist der Aufbau leichter als bei einer Stahlkonstruktion.


Carport selber bauen aus Holz oder Aluminium?


Vorteile und Nachteile

Sie sind noch unentschlossen? Hier kommen im Überblick die Vor- und Nachteile der beiden Werkstoffe Holz und Metall.

Vorteile Holz

  • leicht zu bearbeiten
  • günstig

Nachteile Holz

  • erfordert regelmäßige Pflege
  • im Vergleich anfällig für Schäden durch Feuchtigkeit und Insektenbefall

Vorteile Metall

  • pflegeleicht
  • witterungsbeständig
  • kein Schädlingsbefall
  • hohe Traglast – ideal für begrünte Dächer

Nachteile Metall

  • im Vergleich teurer als ein Carport aus Holz
  • Carport selber bauen schwierig; wenn, dann nur als Bausatz

Carport mit Schuppen


Eine Garage bietet zusätzlich Stauraum für Winterreifen, Fahrräder, Motorrad und Werkzeuge. All diese Dinge lassen sich natürlich schon alleine aus optischen Gründen nicht unter einem Carport aufbewahren. Eine Alternative und extrem praktische Lösung kann es daher sein, einen Carport mit einem Schuppen zu kombinieren. Wird als Material Holz gewählt, handelt es sich dabei sogar um ein extrem nachhaltiges  Projekt. Wer seinen Carport selber bauen möchte, kann leicht einen Schuppen zum Carport planen. Auf  dem Markt gibt es außerdem Bausätze für Carport und Schuppen, beziehungsweise Garage. Ist genug Platz vorhanden, um ein derartiges Projekt zu realisieren, liegen die Vorteile auf der Hand. Im Schuppen lassen sich bequem Fahrräder, Werkzeuge, Gartengeräte und Gartenmöbel verstauen, während der Wagen unter dem Carport steht. Einige Hausbesitzer entscheiden sich statt Schuppen für ein kleines Gartenhaus und nutzen bei Feiern den Carport als überdachte Terrasse. Ist genügend Platz vorhanden, könnte auch darüber nachgedacht werden, Garage plus Carport zu bauen. In der Garage steht der wenig genutzte Wagen oder ein wertvoller Oldtimer, während das Alltagsfahrzeug unter dem Carport steht. Bootsbesitzer nutzen einen Carport auch gerne, um ein Segelboot unterzustellen. Falls Sie einen Carport planen und den Carport selber bauen möchten, sind Sie bezüglich der Gestaltung ganz flexibel. Carport samt Schuppen lassen sich unauffällig oder als unübersehbarer Hingucker errichten!


Carport selber bauen oder einen Bausatz kaufen?


Wer einen Carport selber bauen möchte, hat die Wahl zwischen einer eigenen Konstruktion und einem Bausatz. Der Bausatz hat den Vorteil, dass alle Teile vorgefertigt geliefert werden und baurechtlich geprüft sind. Der Hersteller gibt zudem eine Garantie. Wenn Sie mit einem Bausatz einen Carport selber bauen, benötigen Sie ein geeignetes Fundament – viele Hersteller liefern einen Fundamentplan. Zu prüfen ist der Lieferumfang des Bausatzes. Bei sehr günstigen Bausätzen kann es vorkommen, dass die Dacheindeckung nicht im Paket enthalten ist. Qualität und Preis können bei Bausätzen stark variieren.  Hier sollten vorab gründlich Preise verglichen werden. Sparpotenzial und gleichzeitig ein Unikat erhalten  Sie, wenn Sie sich entscheiden, komplett einen Carport selber zu bauen. Den Unterstand für Ihr Fahrzeug  können Sie auf diese Weise exakt an Ihre eigenen Bedürfnisse anpassen. Allerdings ist für den Aufbau  nicht nur handwerkliches Geschick erforderlich. Sie müssen gründlich den Bau planen und die  Konstruktion entwerfen. Wer im Alleingang einen Carport bauen will, ist mit Holz als Material sehr gut beraten. Grundsätzlich ist es bei der Entscheidung für oder gegen den Selbstbau wichtig, die eigenen handwerklichen und planerischen Fähigkeiten ehrlich einzuschätzen. Fehler kosten nicht nur Zeit, sondern auch viel Geld.


Carport Baugenehmigung – das müssen Sie wissen


In vielen Bundesländern ist keine Carport Baugenehmigung erforderlich. Allerdings sollten Sie vorab bei Ihrem zuständigen Bauamt nachfragen, denn an jedem Wohnort gibt es andere Vorschriften. Eine Carport Baugenehmigung ist beispielsweise erforderlich, wenn die Konstruktion eine bestimmte Höchstgrenze überschreitet oder auf einer betonierten Bodenplatte beziehungsweise einem Fundament errichtet wird. Mit der Carport Baugenehmigung wird gewährleistet, dass bestimmte Sicherheitsangaben eingehalten werden. Zu beachten ist ebenfalls der Grenzabstand zum Nachbarn, der für gewöhnlich drei Meter betragen muss. Ist angedacht, direkt auf oder an der Grenze den Carport zu bauen, sind besondere Vorgaben bezüglich Maße, Höhe, überdachter Fläche und Nutzfläche zu beachten. Diese Informationen gibt es ebenfalls beim Bauamt. Um Missverständnisse, Ärger und einen eventuellen späteren Abriss zu vermeiden, sollte nicht nur mit der Behörde, sondern auch mit den Nachbarn gesprochen werden.

 

Einen Carport planen


Möchten Sie einen Carport selber bauen, richten Sie sich am besten nach der Größe des Fahrzeuges,  das untergestellt werden soll. Damit der Carport baurechtlich als ein Stellplatz anerkannt wird, ist eine bestimmte Mindestgröße zu beachten. Die liegt in vielen Bundesländern bei 2,30 m Breite und 5,0 m  Länge. Wer sich an die Arbeit macht, einen Carport zu planen, wird meist auf eine einfache Konstruktion  aus Flachdach und vier Eckpfosten setzen. Bevor Pfosten, Sparren und Pfetten im Baumarkt gekauft  werden, sollte der notwendige Holzquerschnitt ermittelt werden. Schließlich muss der Carport nicht nur das Gewicht der Hölzer und Dacheindeckung aushalten, sondern auch Schneelasten, Winddruck und Niederschläge. Holzquerschnitte werden anhand der überspannenden Länge bestimmt. Die Wahl des  Dachbelags spielt ebenfalls eine Rolle. Die Statik eines Carports selbst zu berechnen, ist eine knifflige  Angelegenheit. Möchten Sie einen Carport selber bauen, sollten Sie sich für die Planung an einen Fachmann wenden.


Carport planen – Dachformen


Einen Carport bauen können Sie mit vielen verschiedenen Dacharten. Einige Dachtypen sind geradezu ideal, wenn Sie den Carport selber bauen. Für andere Dachkonstruktionen sollte ein Fachbetrieb  beauftragt oder ein Bausatz benutzt werden.


Flachdach: Diese einfache Konstruktion ist der Klassiker, falls Sie komplett ein Carport selber bauen.

Bogendach: Diese Dachform ist schwierig, falls Sie einen Carport selber bauen. Allerdings punktet das Bogendach mit eleganter Erscheinung und Stabilität.

Spitzdach: Sollten Sie einen Carport planen, der optisch besonders gut auf Ihr Haus abgestimmt sein soll, eignet sich ein Spitzdach. Für alle, die einen Carport selber bauen, ist die anspruchsvolle Konstruktion allerdings eine Herausforderung.

Walmdach: Einen Carport bauen mit Walmdach ist preislich in der Oberliga angesiedelt. Diese Dachform überzeugt jedoch mit Stabilität, Belastbarkeit und einer edlen Wirkung.

Pultdach: Falls Sie einen Carport selber bauen, der einen direkten Anbau an die Hauswand darstellt, können Sie sich für diese Dachform entscheiden.

Satteldach: Nicht immer steht unter einem Carport nur ein Auto. Für Doppel- oder Reihencarports kann über ein Satteldach nachgedacht werden.

Holz & Holzwerkstoffe
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Einen Carport selber bauen


Carport bauen: das Fundament

Sollten Sie mit einem Bausatz den Carport selber bauen, halten Sie sich an den mitgelieferten  Fundamentplan des Herstellers. Wenn Sie in Eigenregie den Carport planen, wird Ihnen der Statiker die notwendigen Informationen geben.


Exemplarisch gehen Sie wie folgt vor:

1. Für jeden Pfosten wird ein Schacht von 80 cm Tiefe und 20 x 20 cm ausgehoben, bei vier statt sechs Pfosten sind es 30 x 30 cm.
2. Die Löcher werden mit einem Gemisch aus Kies und Zement im Verhältnis 4:1 mit Wasser erdfeucht  angemischt und schichtweise in den Boden eingestampft. Alternativ setzen Sie einen flachen Sockel auf, was das Fahrzeug vor Spritzwasser schützt.
3. Ziehen Sie den Beton glatt und schrauben Sie danach einen Pfostenträger auf. Oder Sie betonieren einen H-Träger direkt ins Fundament. Falls sich auf einer Längsseite mehr als zwei Pfosten befinden, ist hier besondere Präzision beim Einbetonieren gefordert. Spannen Sie eine Schnur und richten Sie den mittleren Träger daran aus. Der oberste Steg des H-Trägers sollte mindestens 2 cm über der Oberkante des Untergrunds liegen.
4. Der Beton ist erst nach sieben Tagen belastbar. Dann können Sie weiter den Carport bauen.


Holzteile vorbereiten für Carportbau


Verwenden Sie keinen Bausatz und haben sich entschieden, den Carport selber zu bauen, müssen die Holzteile mit Wetterschutzfarben oder Lasur vorbereitet werden. Lasuren lassen die Holzstruktur erkennen. Wetterschutzfarben werden im Baumarkt in der Wunschfarbe angemischt. Es ist sinnvoll, das Holz gegen Pilzbefall zu imprägnieren. Manche Farben enthalten bereits entsprechende Wirkstoffe, alternativ kaufen Sie das Mittel separat.


Carport selber bauen: Pfosten aufstellen


Ist das Fundament einsatzbereit, werden die Pfosten in den Trägern platziert; danach werden Quer- und Sattelbalken montiert. Denken Sie daran, für diesen Tag Helfer zu organisieren.


Carport planen mit Seitenteilen


Als Schutz gegen Wind und Wetter bietet es sich an, mit Seitenteilen den Carport selber zu bauen. Bei  Bausätzen haben Sie oft die Möglichkeit, Seitenteile zuzukaufen. Sie können ebenfalls   Sichtschutzelemente oder einen Lamellenzaun aus dem Baumarkt verwenden. Sollten Sie auf die einfachste Lösung setzen, wenn Sie den Carport planen, eignen sich auch senkrecht verschraubte Bretter.


Carport Dach


Die meisten Carports haben ein flaches Dach mit einer Neigung von 10 %, damit Regenwasser abfließen kann. Entscheiden Sie sich, mit einem Bausatz Ihren Carport zu bauen, gehören häufig Gefällekeile zum Lieferumfang. Diese schräg zugeschnittenen Balken können Sie sich auch im Baumarkt anfertigen lassen, sollten Sie komplett Ihren Carport selber bauen. Wer überlegt, einen Carport selber zu bauen, muss sich  früher oder später mit der Dachabdeckung auseinandersetzen. Für einen Carport galten Dachpappe  sowie Bitumen als erste Wahl. Allerdings haben die beiden Materialien nur eine begrenzte Lebensdauer  bei den hiesigen klimatischen Bedingungen. Mittlerweile ist EPDM-Folie das Material der Wahl, wenn Sie  einen Carport selber bauen oder nach einiger Zeit das Carport Dach abdichten müssen. Sind Sie dabei, einen Carport zu planen, eignet sich EPDM-Folie besonders gut bei einem Flachdach oder einem Pultdach.

Diese Vorteile hat EPDM-Folie:

  • dehnbar
  • sonnenlichbeständig
  • ozonbeständig
  • hitzebeständig
  • eignet sich als Untergrund, wenn ein Carport begrünt werden soll
  • geräuscharm, da Niederschlag lautlos auf das Carport Dach fällt
  • einfach zu verarbeiten, da das Aufbringen lediglich mit Spezialkleber erfolgt

 

Carport Dach abdichten mit EPDM-Folie


Das Dach des Carports kann ganz einfach mit EPDM-Folie erstmals oder im Rahmen einer Renovierung
abgedichtet werden.

Schritt 1
Das Dach des Carports wird gründlich gesäubert und gefegt. Es sollte komplett trocken sein. Danach wird die EPDM-Folie auf das gewünschte Maß geschnitten. 10 bis 15 cm sollten für den Überstand an den Dachkanten zugegeben werden.

Schritt 2
Die Folie wird auf dem Carport Dach ausgelegt. Dort bleibt sie mindestens 30 Minuten liegen. Erst danach kann die Weiterverarbeitung erfolgen, da die EPDM-Folie diese Zeit benötigt, um sich gleichmäßig zusammenzuziehen.

Schritt 3
Eine Hälfte der EPDM-Folie wird nach hinten umgeschlagen. Der freigelegte Bereich wird mit Kleber dünn bestrichen. Anschließend wird die Folie auf die mit dem Kleber bestrichene Fläche aufgelegt. Falten und Blasen werden mit einem Besen vorsichtig zum Rand hin ausgestrichen. Um die zweite Hälfte der  EPDMFolie zu verkleben, gehen Sie wie bei der ersten Hälfte vor.

Schritt 4
Eine ansprechende Optik erzielen Sie, wenn Sie Profile nutzen, um die Dachkanten des Carport Daches  zu verblenden.


Kleine Reparaturen nach dem Bau: ein Carport Dach abdichten


Wenn Sie einen Carport bauen, ist es wichtig, dass Sie in regelmäßigen Abständen immer wieder danach
schauen, ob Sie das Carport Dach abdichten müssen. Denn entdecken Sie undichte Stellen frühzeitig, sind diese leicht zu beheben. Bedenken Sie, dass ein Carport das Jahr über Wind und Wetter standhalten muss. Sturm und vor allem Schnee belasten die Konstruktion. Jeweils vor und nach der kalten Jahreszeit sollte daher kontrolliert werden, ob es notwendig ist, dass Sie erneut das Carport Dach abdichten. Grundsätzlich sollten Sie das Dach nach jedem Unwetter inspizieren, denn herumfliegende Steine oder Äste können einen großen Schaden anrichten.


Checkliste: Daran erkennen Sie, dass Sie das Carport Dach abdichten müssen


Es gibt untrügliche Zeichen dafür, dass es notwendig ist, ein Carport Dach abdichten zu lassen.

  • Bei Regen oder Tauwetter tropft es durch das Dach
  • Das Dach wird während oder kurz nach Regen oder Tauwetter an der Unterseite feucht
  • Es zeigen sich an der Unterseite oder den tragenden Pfeilern Feuchtigkeitsschäden, die nicht von Spritzwasser oder Bodenfeuchte stammen
  • Bei einem Flachdach bleibt eine Wasserpfütze auch noch lange nach dem Regen stehen
  • Holzbauteile haben Schimmel- oder Stockflecken, Verfärbungen oder sondern einen muffigen Geruch ab
  • Metallbauteile zeigen Zeichen von Korrosion
  • Bei EPDM-Folien erscheinen Ränder unsauber und die Blenden sitzen nicht mehr korrekt
  • Bleche oder Schindeln der Dacheindeckung fehlen, sind beschädigt oder verbogen
  • In der Dachpappe oder im Bitumen befinden sich sichtbare Löcher
  • Dachbahnen haben sich vollständig oder zum Teil gelöst


Carport undicht – diese Lösungen gibt es


Sie müssen nach dem Bau oder dem ersten Unwetter an einigen Stellen das Carport Dach abdichten? Dann gehen Sie wie folgt vor:


Beschädigte Dachpappe abdichten bei einem Carport


Ist die Dachpappe an einer Stelle undicht, reinigen Sie das betroffene Areal gründlich. Danach wird auf  der Stelle Dachlack aufgetragen. Ist der getrocknet, sollte die Dachpappe in den meisten Fällen schon abgedichtet sein. Ein Test mit etwas Wasser auf der betroffenen Stelle schafft Klarheit. Dringt die  Feuchtigkeit noch in die Dachkonstruktion ein, sollte ein Stück Dachpappe, das größer als die betroffene Stelle ist, mit Kaltkleber aufgebracht werden. Alternativ kann die schadhafte Dachpappe mit Bitumen- Reparaturband abgedichtet werden. Der Wassertest sollte zur Sicherheit wiederholt werden. Ist eine Dachpappenbahn, beziehungsweise Bitumenbahn oder sogar das gesamte Carport Dach undicht, werden die schadhaften Stellen großzügig ausgemessen. Etwa 10 % werden hinzugegeben. Das ist erforderlich, weil die neuen Bahnen übereinander lappend verlegt werden müssen. Die neue Dachpappenbahn wird langsam ausgerollt, wobei die Unterseite mit einem Gasbrenner erwärmt wird. Sobald das Bitumen  schmilzt, wird der jeweilige Abschnitt ausgerollt und festgeklopft oder mit den Füßen festgetreten.


Dachbleche abdichten


Bitumenschweißbahnen sind geeignet, um undichte Stellen auf einem Dachblech bei einem Carport abzudichten. Bitumen-Reparaturband kann ebenfalls eingesetzt werden, wenn ein Carport Dach aus  Metall undicht ist. Um das Carport Dach abzudichten, ist ein Brenner erforderlich, mit dem sich Bitumen verschweißen lässt.


Carport selber bauen: Das sind die Kosten


Die Kosten für einen Carport hängen vom Material, der Größe und auch der Eigenleistung, die Sie erbringen können und wollen, ab. Grundsätzlich ist ein Carport aus Holz günstiger als eine Variante aus Metall. Die Kosten für ein Holzmodell liegen zwischen 500 und 7500 Euro, bei einem Carport aus Metall starten die Preise bei 1200 Euro und können bis zu 6000 Euro betragen. Entscheiden Sie sich für einen Doppelcarport, sind die Preise entsprechend höher. Sparpotenzial besteht, wenn möglichst viele Arbeiten in Eigenleistungen erbracht werden oder nur der Statiker beauftragt wird, Ihren Carport zu planen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)


Ist ein Carport genehmigungspflichtig?

In vielen Bundesländern ist für den Carport eine Baugenehmigung erforderlich. Sobald Sie den Carport planen, sollten Sie bei der zuständigen Behörde nachfragen.


Kann ich einen Carport selber bauen?

In Eigenregie den Carport zu bauen ist möglich, wenn Sie handwerkliches Geschick und Helfer haben. Die Statik sollten Sie allerdings von einem Fachmann berechnen lassen.

Carport bauen – Bausatz oder eigener Entwurf?

Ob ein Bausatz gekauft wird oder doch alles in Eigenregie gebaut wird, hängt von den persönlichen Vorlieben, den handwerklichen Fähigkeiten, aber auch der Art des Grundstückes ab. Sollten Sie einen sehr individuellen Carport planen, kommt ein freier Entwurf infrage.

Welche Dachform für einen Carport?

Klassiker für alle, die den Carport selber bauen, sind das Flachdach oder ein zur Seite geneigtes  Pultdach. Daneben können Sie jede andere Dachform wählen, damit der Carport zum Gesamtbild Ihres  Hauses passt.

Wie groß muss der Holzquerschnitt bei einem Carport sein?

Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort. Holzquerschnitte werden immer individuell anhand der überspannenden Länge bestimmt.

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