Dachdämmung

Entscheidend für die Energieeffizienz

Angesichts steigender Energiepreise und ebenso steigender gesetzlicher Anforderungen wird die Wärmedämmung immer mehr zu einem entscheidenden Faktor beim Häuserbau. Hervorzuheben ist hier die Dachdämmung, denn zum einen ist das Dach der am stärksten exponierte Teil der meisten Gebäude, zum anderen ist eine Dämmung des Dachs aufgrund der weiteren Anforderungen, die an das Dach gestellt werden, besonders schwierig.

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Die erste – und wichtigste – Frage: Flachdach oder Giebeldach?

Bevor Sie sich für eine Dämmvariante entscheiden, müssen Sie zunächst klären, ob ein Flach- oder ein Giebeldach gedämmt werden soll. Aufgrund der unterschiedlichen Konstruktionsweisen stehen Ihnen hier nämlich verschiedene Varianten zur Wahl, zudem müssen die Dämmteile jeweils etwas andere Anforderungen erfüllen.

Dämmung beim Flachdach

Flachdächer müssen aufgrund der Bauweise vor allem sehr gut gegen Feuchtigkeit abgedichtet werden. Dafür erleichtert eine Flachdachkonstruktion die Wärmedämmung, denn hier fehlen meist die Sparren, sodass das Dämmmaterial einfach in Form von Platten oder in Bahnen verlegt werden kann. Die Dachdämmung sollte dabei eine hohe Widerstandskraft gegenüber mechanischen Belastungen haben, denn Flachdächern sind normalerweise nicht mit Ziegeln oder Dachsteinen gedeckt, die die Dachkonstruktion darunter vor Hagelschlag und Ähnlichem schützen.

Als Dämmmaterial kommt in der Regel Steinwolle zum Einsatz, die gute wärmeisolierende Eigenschaften besitzt, nicht brennbar ist und sich bei schwankenden Temperaturen kaum ausdehnt oder zusammenzieht. Zusätzlich ist sie schalldämmend, wasserabweisend und diffusionsoffen, außerdem widersteht sie auch größeren Druckbelastungen.

Alternativ zu Dämmplatten aus Stein- oder Mineralwolle kann bei Flachdächern auch eine Dämmstoffschüttung aus Perlit verwendet werden. Das aus vulkanischem Glas hergestellte Perlit wird dabei als Schüttgut auf das Dach aufgebracht und dann verdichtet, wodurch es äußerst tragfähig wird. Ein Vorteil von Perlit ist die einfache Verwendung, auch bei komplexen Dachformen. Die hohe Dämmwirkung wird häufig noch ergänzt von einem Bitumen-Überzug, der das Material undurchlässig für Feuchtigkeit macht.

Dämmung beim Giebeldach

Bei einer Giebeldachkonstruktion ergeben sich durch die Bauweise grundsätzlich drei Möglichkeiten zur Dämmung: Aufsparrendämmung, Untersparrendämmung und Zwischensparrendämmung. Letztere ist die „klassische“ Art der Dachdämmung, bei der die Räume zwischen den Sparren mit Dämmmaterial ausgekleidet werden. Diese Variante ist sehr einfach umzusetzen und kann auch nachträglich noch vorgenommen werden – etwa, wenn der Dachboden zum Wohnraum ausgebaut werden soll. Als Material kommt hier in der Regel Glas- oder Mineralwolle zum Einsatz, die in Bahnen zwischen den Sparren verlegt wird, alternativ kann aber auch Klemmfilz mit einem Kern aus PU-Hartschaum genutzt werden. Bei der Untersparrendämmung wird meist Glaswolle als Dämmmaterial verwendet.

Die Untersparrendämmung lässt sich, genau wie die Zwischensparrendämmung, auch nachträglich noch vornehmen, hat allerdings den Nachteil, dass sich durch die Dämmbahnen der unter dem Dach vorhandene Raum verkleinert – gerade bei einer geplanten Nutzung als Wohnraum ist daher eine Zwischensparrendämmung sinnvoller. Sollen dagegen nur die darunterliegenden Zimmer gedämmt werden, ist eine Dämmung der Geschossdecke in der Regel wesentlich günstiger und weniger aufwändig als eine Untersparrendämmung. Entsprechend bietet sich die Untersparrendämmung nur dann an, wenn es sonst keine zweckmäßige Lösung gibt. Ein Beispiel hierfür wäre ein Altbau, bei dem eine Zwischensparrendämmung nicht möglich ist, bei dem das Dachgeschoss aber als Wohnraum genutzt werden soll.

Die in den meisten Fällen effektivste Variante ist eine Aufsparrendämmung. Hier wird das Dämmmaterial auf den Sparren befestigt, sodass eine durchgehende Wärmeschutzschicht ohne Wärmebrücken entsteht. Diese Bauweise ist allerdings auch deutlich aufwändiger als die anderen beiden, zudem lässt sich eine Aufsparrendämmung nur unter erheblichem Aufwand nachträglich installieren. Darüber hinaus muss das Dämmmaterial hier auch Druckbelastungen gut standhalten, weshalb in der Regel PU-Schaumplatten verwendet werden – und diese sind kostspieliger als die Bahnen aus Glaswolle, die bei den anderen Varianten zum Einsatz kommen.

Zubehör für die Dachdämmung

Um eine wirklich effektive Wärmedämmung beim Dach zu erreichen, ist natürlich nicht nur das Dämmmaterial entscheidend. Erst mit dem richtigen Zubehör erzielen Sie ein zufriedenstellendes Ergebnis. Dazu gehören unter anderem Klebeband und Kleber mit hoher Verbindungskraft und abdichtenden Eigenschaften, spezielle Dübel und Schrauben sowie Innenverkleidungen. Schauen Sie sich im Sortiment des Kemmler-Onlineshops um und finden Sie die ideale Dachdämmung sowie das passende Zubehör für Ihr Bauprojekt.