Der Dachziegel

Klassiker bei der Dacheindeckung

Natürlich gibt es mit Ried und anderen Naturmaterialien auch weitere Dacheindeckungen, die schon seit Jahrhunderten oder sogar Jahrtausenden verwendet werden, aber keine ist so erfolgreich wie der Dachziegel. Dafür gibt es verschiedene Gründe, die vorteilhaften Eigenschaften von Dachziegeln gehören aber sicherlich zu den wichtigsten.

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Dachziegel: einfach … aber gut

Im Ingenieurswesen gelten oft die einfachsten Lösungen als die elegantesten – und genau so ließe sich auch der Dachziegel beschreiben. Er besteht aus Ton und Lehm und muss lediglich getrocknet und dann gebrannt werden, nachdem er in Form gebracht wurde. Dieses einfache Herstellungsverfahren hat sich auch durch moderne Technik nur wenig verändert – das war aber auch nicht wirklich nötig, denn Dachziegel besitzen Eigenschaften, die sie zu einem idealen Werkstoff für die Dacheindeckung machen. Sie sind – im Vergleich zu Dacheindeckungen aus anderen Materialien – vergleichsweise leicht und ausgesprochen witterungsbeständig. Zudem sind sie robust und haben eine Nutzungsdauer zwischen 80 und 100 Jahren.

Ziegel bieten Vielfalt bei Form und Farbe

Bei Dachziegeln unterscheidet man zunächst zwei Grundformen: Strangdachziegel und Pressdachziegel. Strangdachziegel werden, wie der Name schon sagt, an einem Strang hergestellt und dann in Form geschnitten. Dadurch besitzen die Ziegel in der Regel keinen Falz und müssen daher „lose“ aufeinander verlegt werden. Sie eignen sich aus diesem Grund vor allem für Dächer mit steilem Neigungswinkel, auf denen Wasser schnell ablaufen kann. Würde sich das Wasser auf einem mit Strangdachziegeln gedeckten Dach stauen, könnte es schnell in die Unterkonstruktion eindringen und dort schwere Schäden anrichten. Eine der wohl häufigsten Varianten des Strangdachziegels ist der Biberschwanz, bei dem die untere Seite halbrund geformt ist, sodass der Ziegel an den breiten, flachen Schwanz des namensgebenden Nagers erinnert.

Pressdachziegel werden in Form gepresst und sind in der Regel rundum gefalzt. So greifen die Ziegel fest ineinander und bieten einen größeren Schutz vor eindringender Nässe als die meisten Strangdachziegel. Dafür sind sie allerdings auch in der Regel deutlich teurer.

Sowohl Press- als auch Strangdachziegel sind in verschiedenen Formen erhältlich, vom oben erwähnten Biberschwanz über Glattziegel und Doppelmuldenfalzziegel bis hin zur klassischen Dachpfanne reicht hier die Auswahl. Entsprechend vielfältig lassen sich Dächer mit Dachziegeln gestalten. Auch in Sachen Farbe haben Dachziegel Abwechslung zu bieten. Neben naturroten Ziegeln sind auch engobierte Varianten üblich, die mit Engobe, einer Tonmineralmasse, eingefärbt werden. Zunehmend sind auch mit anderen Farbstoffen versetzte Ziegel erhältlich, glasierte Ziegel sorgen zusätzlich für optische Abwechslung auf dem Dach.

Formziegel für einen runden Dachabschluss

Ganz gleich, ob Ortgang, First oder Kehle, an den Kanten des Dachs ließe sich mit einem normalen Dachziegel kein sinnvoller Abschluss herstellen. Aus diesem Grund gibt es für jeden Bereich Formziegel, die perfekt an die jeweiligen baulichen Gegebenheiten beziehungsweise an den Einsatzbereich angepasst sind. So lässt sich nicht nur das Dach selbst, sondern auch der darunterliegende Mauerbereich vor eindringender Nässe schützen.

Dachziegel – problemlos bei der Wiederverwertung

Ökologische Aspekte spielen auch in der Bauwirtschaft eine immer größere Rolle. Potentiell gesundheitsgefährdende Materialien müssen mehr und mehr unbedenklichen Alternativen weichen. Dachziegel sind allerdings trotz – oder auch gerade wegen – ihres Alters ein in ökologischer Hinsicht absolut empfehlenswerter Baustoff. Zwar ist die Herstellung durch das Brennen relativ energieaufwändig, dafür lassen sich Ziegel aufgrund der einfachen Materialzusammensetzung ohne Probleme wiederverwerten und müssen nicht, wie manch anderer Bauabfall, als Sondermüll entsorgt werden.

Die große Frage: Dachziegel oder Dachsteine?

Lange galten Ziegel als der Baustoff für die Dacheindeckung, aufgrund einer Produktionsumstellung in den 1960er Jahren gab es allerdings kurzzeitig Probleme bei der Herstellung, sodass Dachsteine aus Beton zum echten Konkurrenten für Dachziegel wurden. Qualitativ geben sich beide Varianten nicht wirklich etwas – Dachsteine sind schwerer als Ziegel und bieten daher auch bei hohen Belastungen, etwa während eines Sturms, einen sehr zuverlässigen Schutz. Dachziegel sind aufgrund des etwas geringeren Gewichts allerdings leichter zu verlegen. Letztlich ist es also vor allem eine Geschmacksfrage, ob Sie sich für Dachsteine oder Dachziegel entscheiden. Stöbern Sie am besten in unserem Onlineshop und überzeugen Sie sich von unseren Angeboten!