Wandfarben

Für Fassadenschutz und Gestaltung

Als Wandfarben eignen sich beispielsweise Dispersionsfarben – hierbei handelt es sich um zähflüssige Anstrichstoffe, die aus einer Dispersion und Füllstoffen sowie sonstigen Zusatzstoffen bestehen. Mit Lasuren oder Strukturfarben erzielt man interessante Effekte. Bei der Auswahl dieser ist es ratsam, auf eine hohe Lichtbeständigkeit, Deckkraft und möglichst schadstoffarme Inhaltsstoffe zu achten. Zu unterscheiden sind generell zwei Arten von Farben: die auf Wasserbasis hergestellten Produkte und Farben, die auf Lösungsmitteln basieren.

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Eigenschaften von Wandfarben für den Außen- und Innenbereich

Für den Außenbereich werden Wandfarben mit speziellen Eigenschaften ausgerüstet, welche die Fassade vor Witterungseinflüssen schützen. Dunkle Farben heizen sich relativ stark auf, weshalb sie im Extremfall zu Spannungsrissen im Putz führen können. Dank spezieller Pigmente ist es aber möglich, das Aufheizen der Oberfläche des Putzes zu minimieren. Diese Pigmente haben den Vorteil, dass sie weniger Sonnenenergie aufnehmen.

Die Wirkung der Wandfarbe in den eigenen vier Wänden ist nicht zu unterschätzen. Mit ihnen kann man Räumlichkeiten nach eigenem Ermessen gestalten und damit eine höchst individuelle Atmosphäre schaffen. Unterschieden werden in erster Linie feste Farben von cremigen Farben und flüssigen Farben. Feste Farben sind leicht zu verarbeiten und tropfen kaum: Der Pigmentanteil ist hier meistens so hoch, dass ein einmaliger Anstrich ausreichend ist. Auch cremige Farben weisen eine gute Deckkraft auf. Flüssige Farben hingegen sind besonders gut für große Flächen geeignet.

Wandfarben richtig auswählen

Beim Aussuchen der Farben können zum Beispiel Farbfächer mit RAL-Farben benutzt werden – hierbei handelt es sich um normierte Farben, die weltweit in Farbkatalogen und Farbsystemen zum Einsatz kommen. Jede Farbe ist durch eine eigene Nummer gekennzeichnet. Zudem bekommt man dank der Farbfächer einen praktischen Überblick über das Farbspektrum. Suchen Sie sich idealerweise die Farbe aus, die am ehesten zu Ihrer Wohneinrichtung passt – welche Farbe kommt Ihren Wohnaccessoires am Nächsten? Generell sollte auch der Lichteinfall berücksichtigt werden, da er in Kombination mit einer neuen Farbe die Optik des Raumes erheblich beeinflussen kann. Beachten Sie, dass sich ein Farberlebnis mit der Intensität des Lichteinfalls teils deutlich verändern kann.

Besondere Wandfarben: Magnetfarben

Als Magnetfarben bezeichnet man Wandfarben, denen ein gewisser Anteil an Eisenpulver beigemischt ist. Das Eisenpulver ermöglicht es, an den mit Magnetfarbe gestrichenen Wänden Magnete haften zu lassen. Auf einen Liter herkömmliche Wandfarbe kommen 250 bis 300 Gramm feine Eisenspäne. Diese zwei Komponenten werden dann mit einem Bohrmaschinenquirl vermischt. Bei der Verarbeitung muss man auf eine sehr gründliche Durchmischung achten, damit die Eisenbestandteile gleichmäßig verteilt werden. Es ist ebenfalls möglich, die Magnetfarbe mit anderen Farben zu überstreichen oder Tapete darüber zu kleben. Probieren Sie vorher an einer kleinen Stelle, ob die Magnetkraft danach noch ausreichend ist.

Welche Pinsel und Roller nutzt man zum Auftragen von Wandfarben?

Das Auftragen mit Farbwalzen ist im Vergleich zum Streichen mit Pinseln sehr effektiv. Die Griffe der Farbroller können zudem mit Teleskopstangen verlängert werden. Damit ist es möglich, bis zu einer bestimmten Höhe ohne Leiter zu arbeiten. Für feine Abschlüsse und Kanten benutzt man Rundpinsel oder kleine Rollen. Für das Auftragen von Lacken kommen entsprechende Flachpinsel zum Einsatz. Aufgrund ihrer Form sind diese besonders für große ebene Flächen geeignet – zum Beispiel für Türen.

Das einfachste Verfahren ist das Spritzen der Wandfarben. Hierzu benötigt man ein geeignetes Sprühsystem, welches die Farbe gleichmäßig transportiert und aussprüht. Die Systeme bestehen in der Regel aus einem kleinen Motor, über welchen die benötigte Druckluft erzeugt wird, einem Farbtank und einer Sprühpistole. Beim Sprühen der Wandfarben muss man vorher alle Bauteile, die nicht beschichtet werden sollen, gründlich abdecken.

Worauf muss man vor dem Auftragen von Wandfarben achten?

Bevor man mit dem Streichen beginnt, ist eine mit Vorstreichfarbe grundierte Wand unerlässlich. Der Grund: Mit der Zeit setzen sich Ruß, Fett oder auch Nikotin an den Wänden fest – dies gilt es zu vermeiden. Die richtige Grundierung muss an der Art und am Zustand des Untergrundes ausgemacht werden. Erst danach macht der optisch ansprechende Endanstrich Sinn. Ein Beispiel anhand von Gipskarton und Gipsfaserplatten: Sollte man auf diesen Flächen die Grundierung vergessen und sofort mit dem Auftragen der Farbe beginnen, so werden die in der Farbe enthaltenen Bindemittel aufgenommen. Als Konsequenz werden Festigkeit und Deckkraft der Farbe reduziert. Schlimmstenfalls kann die Farbe bei späteren Anstrichen abplatzen. Die Grundierung selbst erfolgt mit einer Deckenbürste oder einem Maurer-Quast. Auf Gipskarton beträgt die Trockenzeit bis zu zwölf Stunden. Erst danach sollte man mit dem eigentlichen Streichen beginnen.